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50 Jahre Naturpark Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst

21.03.2018

Der Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Der heimische Naturpark, in dem viele Menschen in der Metropolregion leben, ist nicht nur als Wanderregion sondern auch als Klettereldorado weit über die Grenzen bekannt. Einzigartige Naturerlebnisse mit Sehenswürdigkeiten oder sportlichen Aktivitäten bietet das Gebiet im großräumigen Naturpark. Von Burgen und Schlössern über Höhlen und Gipfelkreuze mit herrlichen Ein- und Ausblicken bleiben den Gästen in Erinnerung. 

Seit seiner Gründung im Jahre 1968 ist Dieter Preu aus Neunkirchen a.B. mit dem Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst verbunden. "Die Begeisterung seiner Gründerväter hat sich damals auch auf mich übertragen und so stehe ich dem Naturpark bis heute mit Rat und Tat zur Seite". Darüber hinaus ist Preu sich sicher, "Wer einmal durch unsere felsenbegrenzten Täler gewandert ist, eine unserer interessanten Schauhöhlen besucht hat und selbst in einem Fränkischen Biergarten eine unserer lokalen Bierspezialitäten genossen hat, der war nicht das letzte Mal im Naturpark – der kommt wieder auch weil unser Fränkischer Jura ein Wandergebiet Erster Klasse ist.

Blick vom Fahnenstein auf Tüchersfeld

Blick vom Fahnenstein auf Tüchersfeld - in Bildmitte das "Fränkische Schweiz Museum". Hier ist im Herbst eine Sonderausstellung des Naturparkvereins mit dem Thema "Natur und Mensch" geplant.

Es war an einem Freitag im Juli 1968 im damaligen Landratsamt in Pegnitz als der Verein aus der Taufe gehoben wurde. Zum damaligen Zeitpunkt mit noch etwas anderen Zielvorgaben. Es sollte ein lärmfreies Erholungsgebiet entstehen aber auch Einrichtungen zum Schutz vom Wald und Wild sollten geschaffen werden. Den Hauptaugenmerk jedoch richtete der damals noch junge Verein auf das Anlegen von Wanderwegen mit entsprechenden Parkplätzen für die Erholungssuchenden. Im Laufe der Zeit hat sich nun nicht nur das Gebiet flächenmäßig erweitert sondern auch die Zielsetzungen und damit das Aufgabengebiet. An erster Stelle steht nun der Naturschutz mit der Pflege der Landschaft welche nicht nur auf Biotope, Streuobstwiesen und Magerrasenflächen ausgerichtet ist, auch die Felsfreilegungen sind ein großes Aufgabengebiet innerhalb des Naturparks geworden. Nach wie vor sind aber nichtsdestotrotz die Wanderwege ein wichtiges Instrument zum Erleben der Natur und den besonderen Sehenswürdigkeiten sowie zu den Aussichtspunkten in die weite hügelige Landschaft im Fränkischen. Auch in diesem Aufgabenfeld ist nun der Naturpark auf Anforderung mit seinem Arbeitstrupp aktiv. So wurden beispielsweise innerhalb der letzten drei Jahre die Wanderwege im Ahorntal und rund um die Burg Rabenstein neu beschildert. Aber auch der letztjährige Einsatz bei Weißenohe an den Sinterstufen der Lillach forderte den Arbeitstrupp. Hier wurden unter anderen die Treppenstufen eines steilen Aufstiegs erneuert.

Im Jubiläumsjahr wird eine dreiteilige Wanderkarte über das ganze Naturparkgebiet aufgelegt, "damit die Wanderer den richtigen Weg finden", scherzt der Geschäftsführer des Naturparks, Wolfgang Geißner. Geplant ist eine Wanderausstellung zum Thema Mensch und Natur die vom 15. Oktober bis zum 11. November im Fränkische Schweiz Museum  in Tüchersfeld besucht werden kann.

Innerhalb der letzten Jahre sind durch den Arbeitskreis Klettern im Frankenjura insgesamt vierzehn einzelne Kletterkonzepte erstellt worden. Mit der Fertigstellung des gesamten Kletterkonzeptes im letzten Jahr sind damit insgesamt im großflächigen Naturparkgebiet über 10.000 Kletterrouten erfasst, erklärt der Naturpark Geschäftsführer der sich freut dass damit gleichzeitig der Schutz der Tier- und Pflanzenwelt sowie die Nutzung der Natur zur Erholung des Menschen gegeben ist.

Die Webseite des Naturparkvereins wurde umfassend überarbeitet und geht nun rechtzeitig zum 50- jährigen Bestehen an den Start: Ein modernes Design, die Optimierung für mobile Endgeräte, eine benutzerfreundliche Navigation und eine interaktive Karte sind nur einige der vielen Neuerungen, die Besucher ansprechen sollen und den Naturpark bereits in der Planungsphase noch besser digital erlebbar werden lassen. Durch die übersichtliche Struktur finden sich Interessierte auf der Startseite www.fsvf.de ab sofort viel schneller zurecht. Über die drei neuen Kategorien Natur – Erlebnis – Genuss sind Gäste nur noch wenige Klicks entfernt von natürlichen Besonderheiten, interessanten Ausflugszielen oder kulinarischen Genüssen im Naturpark.

"Die neue Internetseite, mit professionellem Bildmaterial und vielen Inspirationen für Ausflüge und Attraktionen die individuelle Wünsche und Vorlieben  berücksichtigt, wird die Nutzer begeistern", erklärt Geißner. "Als äußerst hilfreich erweist sich dafür auch die neue interaktive Karte, die sämtliche Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele und Co. beinhaltet", ergänzt Matthias Helldörfer der für die Kommunikation im Naturpark verantwortlich zeichnet. Mit Hilfe der Umkreissuche können sich Gäste vor Ort oder auch bereits von zu Hause aus alle interessanten Zielpunkte in der Nähe ihres jeweiligen Urlaubsorts anzeigen lassen. Bei der Suche nach Wanderungen liefert ein neues Tourenportal passgenaue Ergebnisse für den Besucher. Gäste können ihre bevorzugte Tour dort aussuchen, als GPS-Track auf Smartphone oder Navigationsgerät laden oder als PDF ausdrucken.

Umgesetzt wurde die neue Internetseite in Kooperation mit der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz, die dem Naturpark das technische Grundgerüst der eigenen Internetseite zur Verfügung stellt. Davon profitieren sowohl der Naturpark als auch die Tourismusorte der angeschlossenen White-Lable-Internetseiten der nördlichen Fränkische Schweiz, sowie in Kürze die südliche Fränkische Schweiz mit der Hersbrucker Schweiz und Teile der Frankenalb im Nürnberger Land.

Der Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst liegt im Dreieck zwischen den Städten Nürnberg, Bamberg und Bayreuth. Mit einer Fläche von über 2.300 Quadratkilometern ist er einer der größten Naturparke in Deutschland. Er umfasst den gesamten Naturraum "Nördlicher Frankenjura" vom Obermaintal bei Lichtenfels im Norden bis zum Pegnitztal bei Hersbruck im Süden. Kernland ist die traditionsreiche Ausflugs- und Urlaubsregion "Fränkische Schweiz" mit ihrem Hauptfluss, der Wiesent, und dem Veldensteiner Forst, einem der größten geschlossenen Waldgebiete in Bayern. Dazu kommen das Obere Maintal, die Hersbrucker Alb und der Oberpfälzer Jura. Im Herbst ist eine Sonderausstellung zum Thema "50 Jahre Naturpark" im Fränkischen Schweiz Museum in Tüchersfeld geplant.

 

(Bild & Text: Udo Schuster)