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Märzenbecher in voller Blüte

13.03.2018

Der Märzenbecherwald bei Algersdorf, direkt am Fränkischen Gebirgsweg gelegen, ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Mittlerweile stehen bereits über die Hälfte der streng geschützten Märzenbecher in voller Blüte und bereits seit Tagen findet man dort auch immer wieder Fotografen und Naturliebhaber die diese bewundern.

Der Märzenbecher trägt eine weiße, glockenförmige Blüte. Diese hängt nickend am Stängel und hat am Grund der Blütenblätter einen kleinen Knoten. Die Blütenblätter sind gleichlang und weisen an ihren Spitzen einen gelbgrünen Fleck auf. Wegen ihrer Blütezeit und der Form der Blüten wegen nannte man sie Märzenbecher. Ein weiterer gebräuchlicher Name ist Frühlings-Knotenblume, da die Pflanze am Grund der Blüte einen kleinen Knoten trägt.

Märzenbecher

Um die weiße Blütenpracht in dem Hangwald zum Sittenbachtal hin zu bestaunen sind hier oftmals ganze Wandergruppen anzutreffen. Egal ob man von Süden her oder aus nördlicher Richtung auf dem fränkischen Gebirgsweg unterwegs ist, festes Schuhwerk sollte obligatorisch sein, denn erst vor wenigen Tagen ist dort oben auf der Höhe der letzte Schnee- und Eisrest verschwunden.

Ein Ärgernis für viele Naturfreunde war der rege Autoverkehr auf der schmalen Straße von der Morsbrunner Höhe nach Algersdorf.  Einige Besucher des Naturdenkmals störten sich nicht an dem Betretungsverbot. In früheren Jahren war hierzu eine Naturschutzstreife der Bergwacht an den Wochenenden aktiv. Die Ehrenamtlichen passten auf damit die Blumen nicht gepflückt oder ausgegraben werden und belehrten Unvernünftige die wegen einer besseren Sicht auf die streng geschützte Pflanze querfeldein im Hangwald herum trampelten.  

Bilder & Text: Udo Schuster