Naturpark Logo Icon

Navigation

Über Google+ teilen!

Pressearchiv 2018

des Naturparks Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst

Naturparke gründen Dachverband

Gemeinsam stark für Natur und Landschaft: Naturparke gründen Dachverband. Natur schützen, Kulturlandschaften erhalten, naturverträgliche Erholung unterstützen, Regionalentwicklung fördern, nachhaltige Entwicklung vermitteln: Naturparke haben vielfältige Aufgaben. Der Freistaat Bayern zählt 19 Naturparke. Zusammen machen sie rund ein Drittel der Landesfläche aus. Um künftig noch besser für ihre Aufgaben gerüstet zu sein, haben die bayerischen Naturparke nun einen Dachverband gegründet. In einer Sitzung am 23.01.2018 beim bayerischen Landkreistag in München wurde die Satzung des neuen Vereins „Naturparkverband Bayern“ von den Gründungsmitgliedern unterzeichnet. Zum Vorsitzenden wurde der Eichstätter Landrat Anton Knapp gewählt. Knapp ist ebenfalls Vorsitzender des Naturparks Altmühltal. Gemeinsam mit Bezirksrat Heinrich Schmidt (Naturpark Bayerischer Wald) und dem Forchheimer Landrat Dr. Hermann Ulm (Naturpark Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst) bildet er den Vorstand des Naturparkverbands. Noch am Tag der Gründung konnte der frisch gewählte Vorsitzende Umweltministerin Ulrike Scharf bei ihrem traditionellen Neujahrsempfang persönlich über die Vereinsgründung informieren. „Als Verein können wir noch besser zusammenarbeiten, uns öffentlichkeitswirksam präsentieren und uns konstruktiv in politische Entscheidungsprozesse einbringen. Außerdem ist der Erfahrungsaustausch unter den Naturparken für uns alle sehr hilfreich“, so Knapp. Dabei ist die Zusammenarbeit der Naturparke nicht neu. Schon seit vielen Jahren tauschen sich die Naturparke in einer Arbeitsgemeinschaft intensiv aus. Bisher hatte der Geschäftsführer des Naturparks Altmühltal, Christoph Würflein, mit seinen Mitarbeiterinnen diese Zusammenarbeit ehrenamtlich koordiniert. Der neue Vereinsvorsitzende Knapp bedankte sich bei Würflein für das langjährige Engagement. Diese Aufgabe wird nun von einer hauptamtlichen Koordinierungsstelle übernommen. Seit November letzten Jahres ist Arjen de Wit als Koordinator für die bayerischen Naturparke tätig. Mit Sitz in Eichstätt wird er künftig die Geschäfte des Naturparkverbands führen. Ermöglicht wurde die Stelle durch eine Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. Das Ministerium stockte nach einem Beschluss des Landtags außerdem die Mittel für die Naturparke auf. „Der Umweltausschuss hat parteiübergreifend die finanzielle Stärkung der Naturparke unterstützt“, berichtet Landtagsabgeordnete Tanja Schorer-Dremel, die sich in der Landespolitik für die Einrichtung der Koordinierungsstelle stark gemacht hatte. Ein erstes Projekt hat der neue Verein bereits angefangen: „Wir bereiten derzeit mit finanzieller Unterstützung des Umweltministeriums eine Wanderausstellung der bayerischen Naturparke vor. Damit möchten wir unsere schönen Landschaften zeigen und dazu einladen, die Naturparke zu besuchen“, so Arjen de Wit. Eröffnet wird die Ausstellung im Oktober im Haus der bayerischen Landkreise in München. Danach geht sie auf Reisen durch Bayern. Die TeilnehmerInnen der Gründungsversammlung des Naturparkverbands Bayern vor dem Haus der bayerischen Landkreise in München am 23.01.2018. Von links nach rechts: Christoph Würflein (Naturpark Altmühltal), Landrat Franz Löffler (Naturpark Oberer Bayerischer Wald), Christiane Stolz (Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald), Eva Liebig (Naturpark Augsburg-Westliche Wälder), Heinrich Schmidt (Naturpark Bayerischer Wald), Bürgermeister Arno Nunn (Naturpark Ammergauer Alpen, Landrat Anton Knapp (Naturpark Altmühltal), Bürgermeister Markus Dollacker (Naturpark Hirschwald), Arjen de Wit (Naturparkverband Bayern), Stellv. Landrat Peter Suckfüll (Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön), Dr. Oliver Kaiser (Naturpark Spessart), Ronald Ledermüller (Naturpark Fichtelgebirge), Matthias Helldörfer (Naturpark Fränkische Schweiz- Veldensteiner Forst), Ernst Tippmann (Naturpark Steinwald), Bürgemeister Richard Tischler  (Naturpark Oberpfälzer Wald), Martin Koppmann (Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald), Rolf Eberhardt (Naturpark Nagelfluhkette), Josef Brückl, Franz Beyerl (beide Naturpark Oberer Bayerischer Wald), Florian Hoffrohne (Naturpark Ammergauer Alpen), Klaus Spitzl (Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön) Von links nach rechts Dr. Manfred Mühlbauer (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz), Christoph Würflein (Naturpark Altmühltal), Umweltministerin Ulrike Scharf, Arjen de Wit (Naturparkverband Bayern), Landtagsabgeordnete Tanja Schorer-Dremel, Landrat Anton Knapp (Vorsitzender des Naturparkverbands Bayern) beim Neujahrsempfang der Umweltministerin am 23.01.2018 Weiterführende Informationen zu den bayerischen Naturparken. Kontakt: Naturparkverband Bayern Geschäftsstelle Arjen de Wit c.o. Informationszentrum Naturpark Altmühltal Notre Dame 1 85072 Eichstätt Tel.: 08421 9876 40 E-Mail: geschaeftsstelle@naturparke-bayern.de

» weiterlesen…

Sperrungsliste für Uhu und Wanderfalke ist...

Sperrungsliste für Uhu und Wanderfalke ist in Kraft! Das Miteinander von Wanderfalke, Uhu und Kletterer läuft seit Jahren hervorragend. Im Jahr 2017 wurden an den Felsen, die per Vogelschutzliste gesperrt waren, keine Brutstörungen durch Kletterer bekannt. Die Bruterfolge bei den Uhus stiegen im Vergleich zum Vorjahr an. Für die Felsen, die aufgrund der Brut von Wanderfalken oder Dohlen gesperrt sind, gilt die Sperrung vom 1. Februar bis zum 30. Juni. An von Uhus bebrüteten Felsen gilt aufgrund der längeren Brutzeit und der größeren Störanfälligkeit ein längerer Zeitraum, nämlich vom 01. Januar bis zum 31. Juli. An den Kletterfelsen des Frankenjuras kamen im vergangenen Jahr 37 Wanderfalken sowie 17 Uhu-Jungvögel zur Welt. Während sich die Wanderfalkenpopulation auf anhaltend hohem Niveau befindet, hat sich die in den vergangenen Jahren schlechtere Lage für Uhus durch ein größeres Nahrungsangebot verbessert, da es im vergangenen Jahr gab es mehr Mäuse gab. Damit der Klettersport auch im neuen Jahr die Brutunternehmungen von Uhu und Wanderfalke möglichst wenig stört, sind seit Neujahr einige Uhu-Felsen für den Klettersport gesperrt. Dies sind unter anderem die Winterfelsen ´Annasteinseite´ des Frankendorfer Klettergartens, der ´Geckofels´ und der linke Teil der ´Aalkorber Wände´ bei Nankendorf, die ´Rabenecker Wand´ im Wiesenttal, die ´Toni Rockstroh Gedenkwand´ im Püttlachtal, der ´Sperberfels´ am Rande des Trubachtals sowie der rechte Teil des ´Hohlen Felsens´ über dem Happurger Stausee im Pegnitztal. Ab dem ersten Februar kamen noch weitere Felsen auf die Sperrungsliste, an denen Wanderfalken brüten. Unter anderen die Winterfelsen Röthelfels (Mittelteil), Hammerschmiedturm, Matterhornwand, Rabenfels und die Mittelbergwand (linker Teil und Mittelteil). Neu in diesem Jahr ist die Sperrung des Schiefen Tods ab Anfang Februar sowie die Verlängerung der Sperrung der Wolkensteiner Wand auf den Sperrungszeitraum für Uhus. Diese ergab sich, nachdem im vergangenen Jahr ein Uhupaar den Brutplatz an der Wolkensteiner Wand besetzt und den jahrelang dort ansässigen Wanderfalken verscheucht hat. Der Falke hat sich anschließend am einige hundert Meter talaufwärts gelegenen Kletterfels ´Schiefer Tod´ angesiedelt. Alle zeitlich befristeten Sperrungsinformationen sind auf der Frankenjura.com - Sperrungsliste zusammengefasst und werden dort bei Bedarf täglich aktualisiert. Außerdem ist dort auf allen Darstellungen der betroffenen Felsen ein Hinweis Zur Sperrung eingearbeitet. Die Felssperrungen sind in der Regel auch durch eine Beschilderung am jeweiligen Wandfuß kenntlich gemacht. Ein wegen Vogelbrut gesperrter Fels im Frankenjura (Bild: Frankenjura.com) Text und Bild mit freundlicher Unterstützung von frankenjura.com, Sven König.  

» weiterlesen…

Waldschänke beim Wildgehege im...

Waldschänke beim Wildgehege im Veldensteiner Forst wurde abgebrochen Mit dem Abbruch der Waldschänke beim Wildgehege im Veldensteiner Forst geht die über vierzigjährige Geschichte dieser Einrichtung bedauerlicherweise zu Ende. Errichtet in den Gründerjahren des Naturparks als romantische gastronomische Einrichtung war sie für die Besucher des Wildgeheges eine willkommene Gelegenheit zur gemütlichen Rast. Der Naturpark hat von den Staatsforsten das Gelände gepachtet und darauf den imposanten Holzbau mit einer für damalige Verhältnisse vorbildlichen Toilettenanlage errichtet. Viele Jahre lang wurde die Gastronomie von verschiedenen Pächtern betrieben, bis im Jahre 2006 ein Gutachten der LGA Nürnberg eine extrem hohe Belastung im Holz der Anlage mit PCP und Lindan festgestellt hat. Zur Zeit der Errichtung des Gebäudes wurden diese Stoffe noch bedenkenlos zur Imprägnierung von Bauhölzern verwendet. Der Richtwert für PCP in Holz liegt heute bei 50mg/kg, im Holz der Waldschänke wurde er mit 1.700mg/kg um ein Vielfaches überschritten. Da im Juni 2017 sowohl der Pachtvertrag mit dem Staatsforst als auch mit dem letzten Pächter ausgelaufen war, wurde in Übereinstimmung mit dem Forstbetrieb Pegnitz beschlossen, das Gebäude abzubrechen. Nachdem der gesamte Komplex in Holzbauweise errichtet ist, musste das belastete Holz als Sondermüll kostenaufwändig und sachgerecht entsorgt werden. Zuvor wurde die alte Ölheizung mit dem kellergeschweißten Öltank ausgebaut und das Gebäude vom Stromnetz getrennt. Die nicht unerheblichen Kosten für den Rückbau und Entsorgung teilen sich die Landkreise Forchheim und Bayreuth sowie der Forstbetrieb Pegnitz. Vor diesem Schritt wurden Überlegungen angestellt, ob man das Gebäude weiterhin als Gaststätte erhalten kann. Abgesehen von der PCP-Problematik hat sich dabei herausgestellt, dass die Holzkonstruktion an vielen Stellen hätte erneuert werden müssen, die Belastung durch PCP hätte nach wie vor bestanden. So wurde letztlich der Abbruch zur traurigen Gewissheit. Viele Besucher des Wildgeheges werden die „Brotzeitstation“ sicher vermissen und auch die Verwaltung des Naturparks weint der Waldschänke manche Träne  nach. In der ersten Januarwoche 2018 rückten die Maschinen und begannen mit den Abbrucharbeiten. Die Waldschänke verwandelte sich in riesige Berge von sauber getrennten Baustoffen und bereits am 30. Januar waren diese von der Abbruchfirma Kornburger aus Weidensees abtransportiert und fachgerecht entsorgt worden. Die Waldschänke beim Wildgehege im Veldensteiner Forst ist Geschichte.   Dieter Preu

» weiterlesen…