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Pressearchiv 2019

des Naturparks Fränkische Schweiz - Frankenjura

Kennen Sie schon die Naturparkhöfe?

Kennen Sie schon die Naturparkhöfe der Fränkischen Schweiz? Was hat mein täglicher Konsum mit der Landschaft vor der Haustür zu tun? Nicht jeder Verbraucher kann sich vorstellen, dass regionale Produkte dabei helfen, die typische Landschaft der Fränkischen Schweiz langfristig zu erhalten. Und nur Wenige kennen die Hofläden in der Region. Daher hat der Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura ein neues Projekt gestartet: Unter dem Motto „Lernen Sie unsere Region kennen, denn wir kennen sie auch“ möchten wir ab sofort ausgewählte Direktvermarkter bzw. Landwirte auf der Webseite des Naturparks und in einem Sonderheft vorstellen. Für jeden Betrieb ist ein eigenes Portrait mit den hofeigenen Produkten geplant. So soll nach und nach eine Datenbank entstehen, bei der sich die Verbraucher über Bauernhöfe in der Fränkischen Schweiz informieren können: die Naturparkhöfe. Machen Sie mit und profitieren Sie von unseren Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit: Vorstellung Ihres Hofes auf der Homepage unseres frischen, zeitgemäßen Webauftritts mit gut 10.000 Besuchern im Monat Vorstellung auf unserer Facebook-Seite mit aktuell gut 2.300 Abonnenten Präsentation der Naturparkhöfe auf Touristik-Messen in der Region und darüber hinaus Die Broschüre hat eine geplante Auflage von 5.000 Stück und wird kostenlos in der Metropolregion an geeigneten Stellen ausliegen. Wichtig zu wissen: Die Teilnahme für Sie ist komplett kostenfrei! Weiterführende Informationen: Erfassungsbogen zur Teilnahme am Projekt Naturparkhöfe Kriterien für die Teilnahme am Projekt Naturparkhöfe Ihre Ansprechpartner sind Wolfgang Geißner, Matthias Helldörfer und Christoph Hurnik. Bitte melden Sie sich für ein erstes Treffen unter Tel.: 09243/70816 bzw. Email poststelle@naturparkinfo.de

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Das grüne Gold wächst erstaunlich gut in Lilling

Erdflöhe, Spinnen und Rehböcke - auch der Hopfenanbau kennt Schädlinge und Probleme durch die Trockenheit. Mehr wissenschaftlich erprobte Mittel wünscht sich der weltweit größte Biohopfenanbauer Friedrich. So probieren sie selbst. Das Treffen mit Hopfenanbauern, selbst aus Südtirol, mit Hopfenhandelsvetretern und Politikern war Appell und Erfahrungsaustausch zugleich. Lilling - Meterhoch rankt sich die sattgrüne Hopfenpflanze um die gespannten Drähte und bildet ihre Dolden aus. Rebe um Rebe. 220 Meter lang ist eines der vielen Hopfenfelder in Lilling, deren Früchte für den Geschmack in den Biere sorgt. Denn alle Welt blickt nach Lilling, wenn es ums Bier geht. Hier bauen mit der Familie Pingold und dem weltweit größten Biohopfenanbauer Familie Franz Friedrich zwei der einzigen drei Hopfenanbauer aus dem Landkreis Forchheim das grüne Gold an. Mit dem Schlepper zur Hopfenschau (Bild: Petra Malbrich) Die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen, was die anderen Hopfenanbauer aus dem Siegelbezirk Hersbruck, aus der Hallertau und aus Südtirol bestätigen können, aber auch die fast einhundert Gäste, die sich auf den Hopfenfeldern zum Informationstag getroffen haben. Neben den Hopfenhandelsvertretern, den Beamten aus dem Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten aus Roth für den Bezirk Hersbruck waren auch Werner Brunner vom Verband deutscher Hopfenpflanzer und Politiker allen voran die Europaabgeordnete Marlene Mortler (CSU) und Landtagsabgeordneter Michael Hofmann (CSU) und Vizelandrätin Rosi Kraus zur Hopfenbesichtigung gekommen. Eingeladen hatten die Hopfenpflanzer des Siegelbezirks Hersbruck und die Dienststelle Hersbruck vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in Roth. Markus Eckert, Vorstand vom Hopfenland Hersbruck und Landwirtschaftsdirektor Werner Wolf betonten die positive Entwicklung des Hopfenanbaus. Inzwischen werden 61 000 Hektar Hopfen angepflanzt. 38 Hektar Hopfen zählt der Biobereich des weltweit größten Biohopfenanbauers Franz Friedrich. Noch im Frühjahr hatte er große Probleme mit dem Erdfloh. Müsste der Hopfen Mitte Mai an den Draht gehängt werden, waren auf Friedrichs Feld kaum Hopfenpflanzen zu sehen. "Der Erdfloh hatte den Hopfen im Nu gefressen. Er frisst nicht nur die Blätter, er frisst auch unten weiter. Der Erdfloh ist gierig", erinnert sich Friedrich an diese Schreckenssituation. Verschiedene Behandlungsversuche hat Friedrich dann selbst ausprobiert. "Man muss selbst viele Versuche probieren. Bei den Sonderkulturen im Biobereich gibt es zu wenig staatliche Unterstützung", sagt Friedrich. Damit meint er nicht finanzielle, sondern wissenschaftliche Unterstützung. So recherchierte er selbst und fand auch nach zahlreichen Internetsuchen mit einer Gipsart eine biologische Behandlungsmethode und spritzte Molke hinterher. Der Erdfloh war dann nicht mehr zu sehen. "Wenn es ein Mittel gäbe, könnten wir es gleich verwenden", appellierte Friedrich. Die Erfolge auf seine Versuchsreihen hin, sprechen für den leidenschaftlichen Hopfenanbauer. "Man braucht keine große Chemiekeule", beteuerte Friedrich. Sein Plaudern aus dem Nähkästchen bei der Fahrt auf zwei Schleppern von Hopfenfeld zu Hopfenfeld ist zugleich Erfahrungsaustausch. "Wenn eine Pflanze krank ist, werden Maßnahmen benötigt. Ohne Pflanzenschutz kommt man nirgends aus", beteuerte Werner Wolf, der die gute Zusammenarbeit zwischen konventionellen Hopfenanbauern und Bioanbauern lobte. 20 verschiedene Hopfensorten werden in den Anbaugebieten gepflanzt. Verschiedene Sorten auch in den Lillinger Hopfenfeldern. Vor der Saphir steht Claudio Pingold. Eine Hopfensorte, die sich schön verarbeiten lässt. Doch auch Pingolds hatten Probleme. Nicht mit dem Erdfloh, sondern mit dem Rebbock. Die Pflanzen waren kaputt. Und auch die zwischen den Hopfen gepflanzte Frucht müsse gut durchdacht sein. Die richtige zu finden, probiert Claudio gerade aus. Denn nur wenn der Boden bedeckt ist, wirke Sonne ein und die benötigte Energie könne sich entwickeln. "Sonnenblumen und Senf haben im Hopfen nichts zu suchen", erklärt Friedrich. Gerade wegen der Trockenheit nicht. Die Schädlinge sind heuer beim Hopfen nicht das große Problem. Darauf machte Peter Bodendörfer für den Pflanzenschutz im Siegelgebiet Hersbruck zuständig, aufmerksam. Eher die wechselhafte Witterung. In der Jugend des Hopfens gab es Nächte mit nur 2 Grad Wärme. Zu kalt für das grüne Gold. Doch ebenso die Trockenheit. Diese machen sich beim Hopfen erst ein Jahr später bemerkbar, erläuterten Pingold und Friedrich, der daraufhin auf seine Ariana zeigte. Eine Sorte mit weicheren Blättern, jedoch für die Spinne empfindlich. Die beiden Hopfenfelder, die sich gegenüberstehen, zeigen, wo auch Vorsicht geboten ist. "Man kann nicht einfach von konventionell auf Bio umsteigen, sondern muss auch die Nachbarschaftsverhältnisse beachten", erklärt Pingold. Denn bei der Pflege und dem Schutz der Pflanzen müsse sorgfältig agiert werden, damit das erlaubte Mittel vom einen Feld nicht auf das andere durch den Wind geweht werde. "Ich bin erstaunt, dass der Hopfen so gut da steht", lobte Hans Portner aus der Hallertau. "Wir können auch etwas", konterte Pingold stellvertretend für die Hopfenbauern aus dem Landkreis Forchheim, die sich mit ihren Dolden nicht verstecken müssen. "Auf die Qualität kommt es an", meinte Friedrich. Die Hopfenbauern hoffen, dass sich die Alphastoffe gut entwickelt haben. Fruchtbarer als vergangenes Jahr für ein gutes Bier. Die Nachfrage an Hopfen wird trotzdem größer bleiben als das Angebot. Foto und Text: Petra Malbrich Info: 73 Hektar Hopfen werden im Landkreis Forchheim angebaut, im gesamten Siegelbezirk Hersbruck werden 209,83 Hektar Hopfen angebaut.  

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Hopfenanbau verdoppelt

Ein Drittel des weltweit gehandelten Hopfens wird aus Deutschland beliefert. Zu diesen Lieferanten gehören auch die Hopfenbauern aus dem Landkreis Forchheim. Nur drei Hopfenbauern gibt es, doch diese haben ihre Anbaufläche verdoppelt. Igensdorf - Der zweijährige Hopfen kann nun angebunden werden und die meterhohen dicken Stangen entlang klettern. Matthias Friedrich ist zufrieden mit dem Wachstum seiner Pflanzen auf dem sechs Hektar großen Hopfenfeld, auf dem fünf verschiedene Hopfensorten wachsen. Er hat seinen Anbau vergrößert und bewirtschaftet nun insgesamt 21 Hektar Hopfen. Nicht nur er, auch die anderen beiden Hofpenbauern in Forchheim, die Familie Pingold aus Lilling und die Familie Friedrich aus Lilling, haben ihre Flächen vergrößert. "2014 gab es im Landkreis 39 Hektar Hopfenanbau, heuer sind es 73 Hektar", erklärt Werner Nützel, Geschäftsführer des Bauernverbands der Kreisstelle Forchheim. Diese drei Landwirte sind die einzigen Hopfenbauern im Landkreis und die Erweiterung des Hopfenanbaus hat zwei Gründe. "Der Hopfen braucht einen tiefgründigen Boden. Er wurzelt bis sieben Meter Tiefe", sagt Nützel. Boden und Klima passen in der Igensdorfer und Lillinger Gegend optimal. Matthias Friedrich ist zufrieden mit dem Hopfenwachstum (Bild: Petra Malbrich) Im Landkreis Forchheim wurde schon immer Hopfen angebaut. Es ist somit auch ein Stück weit Tradition. Mehr aber ist die Technik, die vorhanden sein muss und dazu gehören ebenso die Hallen, in denen der Hopfen gelagert und verarbeitet wird. Der Hopfen muss getrocknet und abgepackt und versiegelt werden. "Die Sonderkultur Hopfen ist ein hochwertiges Handelsprodukt und muss in Behältnisse abgefüllt werden. Hopfen hat somit hohe Erzeugungskosten. Aber er gibt den Landwirten auch Sicherheit, denn die Sonderkultur wird immer begehrter. Der Grund für die Verdoppelung der Anbaufläche ist die lukrative Marktlage, bedingt durch die Craftbeer Szene, erklärt Friedrich. Diesem kaltgepressten Bier wird die zehnfache Hopfenmenge zugeführt. "Sie schmecken dann nach Zitrone, nach Schokolade oder Melone", erklärt Friedrich den Geschmack dieses Bieres. "Das kommt vom Hopfen", erklärt der 26-jährige Igensdorfer Vollerwerbslandwirt und fügt an, dass die Biere schon normal gebraut werden, im Nachgärprozess aber der Hopfen zugeführt wird. Das Craftbeer feiert weltweit Erfolg, der Riesenmarkt aber sei in den USA zu finden. "Ein Drittel vom Welthandel wird in Deutschland produziert", erklärt Friedrich und freut sich, einer dieser Hopfenproduzenten zu sein. Denn der Hopfenanbau hat auch für ihn Vorteile. "Wir können den Hopfen langfristig unter Vertrag verkaufen", sagt Friedrich. Das bringt ihm Sicherheit. "Viele Landwirte überlegen, wie sie ihren Betrieb sichern können", bestätigt Nützel. Der Bauernverband freut sich über jeden, der die Landwirtschaft weiter betreibt und investiert. 1994 haben die Friedrichs aus Igensdorf den von den Großeltern angefangenen Hopfenanbau wiederbelebt. Von deren Erzählungen weiß der junge Igensdorfer Obstlandwirt, dass schon Ende des 18. Jahrhunderts viel Hopfen angebaut wurde. Auch in der Gosberger Gegend soll es einen Hopfenanbau gegeben haben. Nicht immer konnte der Hopfen vermarktet werden und da immer mehr Pflanzenschutzmittel verboten werden, wird es nicht einfacher. "Für den Bio-Anbau ist nur ein kleiner Markt vorhanden", erklärt Friedrich, warum er in Stöckach, Igensdorf und Dachstadt konventionell anbaut. Es waren Landwirte, die ihren Beruf aus Altersgründen an den Nagel hängten und keinen Nachfolger hatten. Sie haben Matthias Friedrich gefragt, ob er ihre Felder pachten möchte. Auch das ist für den Igensdorfer ein großes Lob, denn die Landwirte schauen sich ihre Berufskollegen genau an. Dass bei ihm angefragt wurde, spricht ihm eine gute Bewirtschaftung aus. Erst 2017 hat er den Betrieb von seinen Eltern Monika und Georg übernommen und hat die Marktlage studiert und in seinen Betrieb investiert. Ganz billig ist der Hopfenanbau nicht, alleine eine Gerüstanlage für einen Hektar kostet gut 35 000 Euro. Und er braucht Saisonarbeiter, denn alleine kann er die Riesenfelder nicht ernten und verarbeiten. Aus Rumänien kommen Friedrichs Helfer und das seit 18 Jahren. Nun hofft Matthias Friedrich auf Regen im Juli und August. "Das meiste Wasser braucht der Hopfen im Juli und August, weil sich dann die Dolden ausbilden", erklärt Friedrich. Der trockene Sommer im vergangenen Jahr hat 40 Prozent Ernteausfall bedingt. "Das ist ein enormer finanzieller Schaden im Hopfenanbau", sagt Friedrich, der jedoch noch Kirschen und Zwetschgen anbaut. Während Matthias Friedrich das erzählt, ist ein Hase aus dem Augenwinkel zu sehen. Er huscht im Hopfenfeld herum. "Der Hopfenacker ist ein Rückzugsort für Feldhasen und Rebhühner", betont Friedrich, der diese täglich sieht. Im Hopfenfeld sind diese Tiere vor den Greifvögeln geschützt, der Greifvogel kann nicht durch die Gerüstanlage fliegen. So ist der Hopfen auch für die Tierwelt vorteilhaft und prägt das Landschaftsbild am südlichen Ende des Landkreises. Foto und Text: Petra Malbrich

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Zwetschgenernte hängt von den Lebensbedingungen ab

Der Hagel im Frühjahr hat bei einigen Landwirten die Ernte verhagelt. In der südlichen Fränkischen Schweiz biegen sich die Bäume von der Last zu Boden. Im Allgemeinen betrachtet ist es eine normale Ernte mit guter innerer und äußerer Qualität. LKR Forchheim - Der Startschuss zur Zwetschgenernte ist gefallen. Allerdings gibt es die Zwetschgenernte gar nicht. Zumindest lässt sich keine pauschale Aussage darüber treffen. Während in der Gößweinsteiner Gegend die Zwetschgen gesucht werden müssen, spricht man in anderen Gegenden von einem normalen Ertrag und in der südlichen Fränkischen Schweiz ächzen die Äste unter dem enormen Zwetschgenbehang. "Nicht eine einzige Zwetschge hängt am Baum", sagt Rosi Kraus, Kreisbäuerin. Die Zwetschgen in ihrer Region sind erfroren. Nur wenige Zwetschgen können von den Bäumen geholt werden. Über 500 Bäume hat die stellvertretende Landrätin vor wenigen Jahren noch geerntet. Vorwiegend die Hauszwetschge, die ohnehin nicht jedes Jahr einen hohen Ertrag bietet. Als die Kinder aus dem Haus gingen, fehlten die Erntehelfer. Für oft nur 40 Cent oder gar 18 Cent pro verkauftes Kilo Zwetschgen, lohnte es sich nicht, Saisonkräfte aus dem Ausland einzustellen. Genaue Zahlen kennt Rosi Kraus nicht, weiß aber, dass es weniger Zwetschgenbauern im Landkreis gibt. "Die Zwetschge ist eine weniger gefragte Ware als die Kirsche", erklärt Kraus. Vor allem frisch wird sie nur ab und zu gegessen und das, obwohl die Zwetschge länger haltbar ist, nennt Kraus Vorteile der weniger beliebten, aber doch gesunden und schmackhaften Frucht. Die Hauptfrucht der Obstanbauer ist im Landkreis unangefochten die Kirsche, gefolgt vom Apfel. "Die Zwetschge gibt es bei fast jedem Bauer, aber nur wenige, die auf die Zwetschge spezialisiert sind", sagt Hermann Greif, Präsident des bayerischen Bauernverbands. Eine dieser spezialisierten Zwetschgenlandwirte ist Evi Friedrich aus Dachstadt. Zwar dominiert in ihren Obstanbauflächen auch die Kirsche, mit mehreren tausend Zwetschgenbäumen ist sie auch bei diesem Obst gut eingespannt. Vor allem aber hängen die Äste voll mit der blauen Frucht. Die Bäume auf ihren drei Hektar Zwetschgenanbau sehen teilweise aus wie mit Zwetschgen zugeschüttet. "Wir haben heuer sehr viele Zwetschgen", freut sich Evi Friedrich über dieses Glück. Die Zwetschgen sind nicht erfroren. Das mag auch in den Lebensbedingungen begründet sein. "Wir liegen an den Hängen der Fränkischen", erklärt Friedrich, die gerade die Sorte Jojo pflückt. Diese ist vor allem zum Backen geeignet. Fast ein halbes Jahr lang stehen sie und ihr Ehemann Erich, Vollerwerbslandwirte, auf der Leiter. Von der dreimonatigen Kirschernte geht es übergangslos weiter zur Zwetschgenernte, die auch gut zwei Monate, bis Ende September, dauert. Denn die insgesamt 25 verschiedenen Zwetschgensorten, die Friedrichs angebaut haben, weisen unterschiedliche Reifezeiten auf. Das ist gut so, um die Ernte nacheinander zu bewältigen. Trotz dieser Vielfalt und obwohl sie eine schlechte Trägerin ist, bleibt Evi Friedrichs Lieblingszwetschge die Hauszwetschge. "Weil sie einfach am besten schmeckt, aromatisch ist und zu allem geeignet ist", erklärt Friedrich. Denn auch mit der Zwetschge lässt sich allerlei herstellen - ob Kompost, Mus, Marmelade, der berühmte saftige Zwetschgenkuchen, Zwetschgenknödel oder in Gläser haltbar eingemacht für frisches Obst im Winter. Sehr gut schmeckt Friedrich auch die Hanita, eine anspruchslose, aber genussvolle Zwetschge. Wie sehr sich die Zwetschgen bewähren, das wird in der Versuchsanlage in Hiltpoltstein getestet. Auch dort wachsen die inzwischen bekannten Sorten, aber durchaus auch namenlose Zwetschgen. "Wir sind mitten in der Ernte", bestätigt Obstfachmann Hans Schilling vom Landratsamt Forchheim. Gerade wird Katinka geerntet. "Wir haben gute Qualität bei einem mittleren Behang", sagt Schilling. Die Trockenheit aus den Vorjahren wirkt sich auch beim Obstanbau ein Jahr später noch aus. Demzufolge ist die Fruchtgröße etwas kleiner. "Wenn es jetzt keinen Hagel gibt, dann haben wir eine gute Ernte mit innerer und äußerer Qualität", so Schilling. Die Hauptsorte, die Hauszwetschge, stehe noch zur Ernte an. Doch auch namenlose Zwetschgen hängen auf den Bäumen in der Hiltpoltsteiner Versuchsanlage. Das sind die Sorten, die von den Züchtern zum Testen gegeben wurden. Fünf Jahre lang werden die Obstbäume getestet und bei einem positiven Ergebnis mit Namen angemeldet. Die Hanka war eine der namenlosen Zwetschgen, die sich bewährt hat und auch heuer geerntet wird. Sowohl Evi Friedrichs Zwetschgen als auch die aus dem Obstversuchszentrum kommen dann in die Obstgenossenschaft nach Igensdorf. Geschäftsführer Ronny Trägner kann von einem angenehmen Zwetschgengeschäft sprechen. "Die Zwetschgen kommen rein und gehen wieder raus", sagt Trägner. Eine Übermenge ist nicht da. Das Obst muss nicht im Kühlraum gelagert werden. Die Ernteergebnisse sind normal. "Der Frost hatte im Frühjahr zugeschlagen", erklärt Trägner, warum es von Region zu Region andere Ernteerträge gibt und zu einem normalen Tagesgeschäft in der Verwertungsgenossenschaft führt. Von dort werden die Zwetschgen in den Lebensmitteleinzelhandel geschickt. Zu Aldi oder in die Edeka und lassen beim Anblick der blauen Frucht das Wasser im Munde zusammenlaufen. Fotos und Text: Petra Malbrich

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Promenadenweg wird saniert

Ahorntal Von Frauke Engelbrecht Er ist sehr idyllisch gelegen, verläuft um die Ludwigshöhle über die Straße zur Burg Rabenstein und weiter zur Sophienhöhle. Der Promenadenweg – ein Weg der einst für den Besuch von König Ludwig extra gebaut wurde. Doch nun muss er dringend saniert werden. Foto: Klaus Trenz Bei einer Ortsbegehung mit Vertretern des Naturparks Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst, dem örtlichen Fränkische-Schweiz-Verein und der Gemeinde Ahorntal sei dies festgestellt worden, informierte Bürgermeister Florian Questel (Grüne) die Gemeinderäte bei der Sitzung am Donnerstagabend. „Verschiedene Passagen sind umfassend zu sanieren“, so Questel. Die dafür vom Naturpark veranschlagten förderfähigen Kosten der Maßnahme werden auf 152?327 Euro geschätzt. Davon entfallen auf die Kosten des Arbeitstrupps 104?686 Euro und 47?640 Euro auf die Materialkosten, sagte der Bürgermeister. „Die Materialkosten sind vom Naturpark lediglich geschätzt“, erläuterte er. Hierfür wurden nun von der Gemeinde drei Angebote eingeholt. Das günstigste legte dabei die Firma Manfred Späthling aus Pottenstein vor. Der Preis für einen Kubikmeter Eichenholz liegt hier bei 733 Euro. Die weiteren Angebote liegen bei 745 und 890 Euro. Das ebenfalls angefragte Befestigungsmaterial wurde nur von der Firma Späthling angeboten. „Außerdem könnte die Firma taggenau das jeweils benötigte Material frei Baustelle liefern“, sagte Questel. Es würde also nicht alles auf einmal gebracht werden. Die Abrechnung erfolge dann nach tatsächlichem Verbrauch und der Preis würde für das ganze Jahr 2020 garantiert. Die Gemeinde Ahorntal müsste einen Eigenanteil in Form einer Spende beziehungsweise eines Sonderbeitrags an den Naturpark für den Einsatz des Arbeitstrupps leisten. Dieser setze sich aus 200 Euro pro Tag zuzüglich 25 Prozent der Materialkosten zusammen. „Damit verringern sich die Kosten für das Material im Vergleich zur Kostenschätzung des Naturparks von knapp 35?000 Euro auf 32?376 Euro“, rechnete der Bürgermeister den Gemeinderäten vor. Questel betonte die Wichtigkeit der Sanierung. „Der Weg ist ein Aushängeschild der Gemeinde“, betonte er. Bedenken, was die verkehrstechnische Sicherheit angeht, hatte Manfred Herzing (FBA). „Es ist keine gute Lösung, Holz für die Stufen zu verwenden“, sagte er. Er sei grundsätzlich für eine Sanierung, aber wenn die Holztritte nass sind, bestehe erhöhte Unfallgefahr. „Und dann gute Nacht“, machte er deutlich. Nur die Einfriedung werde mit Holz verkleidet, es bestehe keine Rutschgefahr, versicherte der Bürgermeister. „Es ist nicht die Trittfläche aus Holz, sondern nur der vordere Bereich. Questel sagte den Gemeinderäten zu, ein Bild zu schicken, auf dem die Gegebenheiten deutlich zu erkennen seien. Das Gremium stimmte schließlich ohne Gegenstimme der Sanierungsmaßnahme zu. (Quelle: www.nordbayerischer-kurier.de / Bild: Klaus Trenz)

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Zahl der Blühwiesen im Landkreis Bayreuth wächst

Von Peter Engelbrecht WAISCHENFELD.  Artenreiche Wiesen – davon gibt es im Landkreis Bayreuth immer mehr. Durch das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm werden aktuell insgesamt 3024 Hektar Fläche mit knapp 1,5 Millionen Euro jährlich gefördert – darunter sind viele Blühwiesen. (Foto: Peter Engelbrecht) Das Programm wird gut angenommen, denn allein im vergangenen Jahr kamen 583 Hektar hinzu. Diese Bilanz ziehen Hansjorg Behr und Wolfgang Wurzel, Fachkräfte für Naturschutz im Landratsamt. Bei einem Ortstermin auf einer dieser Wiesen oberhalb von Waischenfeld erläutern die Experten, wie das Programm umgesetzt wird. Es läuft fünf Jahre, die Teilnahme ist freiwillig. Die Landwirte verpflichten sich, ihre Wiesen nicht zu düngen und nicht vor dem 15. Juni zu mähen, damit die Blumen ihre Samen werfen können. „Je später die Landwirte ihre Wiese mähen, desto mehr Geld bekommen sie“, erläutern Behr und Wurzel. 30 bis 40 verschiedene Blumenarten Das Programm honoriert auch die pflegliche Bewirtschaftung von Wald, Weiden, Äckern und Teichen. Im Landkreis geht es aber meist um Wiesen. Mit einer Gesamtfläche von 3024 Hektar, die durch das Programm gefördert werden, dürfte der Landkreis in Oberfranken führend sein. Eine durchschnittliche Wiese beherbergt 30 bis 40 verschiedene Blumenarten. Auf der Wiese „Am Hufeisen“ oberhalb von Waischenfeld sind beispielsweise die Wiesenflockenblume, verschiedene Nelkenarten, Salbei, Hornklee, Oregano und Thymian sowie Orchideenarten zu finden. „Das ist ideal für Schmetterlinge und viele andere Insekten“, berichtet Behr. Prämien für naturgerechtes Handeln „Der Blütenreichtum geht bis in den Herbst, für Schmetterlinge ist das gut“, ergänzt Wurzel. Die Hänge werden durch Schafe beweidet. Das Areal mit alten Apfelbäumen, Kiefern, Pferdeweiden und alten Linden wird von Hecken und Feldgehölzen durchzogen. Die fachliche Beurteilung, ob Flächen aufgenommen werden, obliegt der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt. Für die Abwicklung ist das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth zuständig. Für den frühesten Schnittzeitpunkt Mitte Juni und den Düngeverzicht gibt es pro Jahr und Hektar 475 Euro. Hinzu kommen Zulage und Betriebsprämie. Info: Es gibt noch ein zweites freiwilliges Programm: das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (Kulap). Nach Angaben des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sieht dieses unter anderem die Bereitstellung von Blühflächen vor. Im Landkreis sind ins Kulap mehr als 14?000 Hektar eingebunden. Die gesamte landwirtschaftliche Fläche in Stadt und Landkreis beträgt rund 52?000 Hektar. eng   (Quelle: www.kurier.de/inhalt.umweltschutz-zahl-der-bluehwiesen-im-landkreis-bayreuth-waechst.b757c409-9c98-4d2e-94c1-a0fba131f805.html)

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Schäfer sucht Futter

Grüner Aufwuchs durch Hitze nicht möglich – Schafe müssen eventuell vorzeitig zurück Pottenstein „In ein bis zwei Wochen ist mein Futter alle“, sagt Schäfer Konrad Stiller traurig. Gerade weidet er mit seinen 450 Schafen am Pottensteiner Schlossberg, nahe dem Schullandheim. „Normalerweise lassen die Schafe die dürren mageren Stiele stehen, doch sie haben nichts anderes zu fressen. Von den hochwertigen Gräsern sind auch nur Stängel da.“ Das einzige, das die Schafe im Alter von acht Wochen bis 10 Jahren stehen lassen, ist die Zypressenwolfsmilch. „Da sagt ihr Gehirn: Nicht fressen, nicht fressen“, erläutert Stiller. “ Der Milchsaft ist stark giftig. Für Insekten ist die Pflanze jedoch wichtig. Die zehn jüngsten Merinos bekommen noch Milch von den Muttertieren. „Ein Schaf braucht am Tag fünf bis sechs Kilo Gras, wenn es ausreichend ernährt wird. Für die Herde benötige ich täglich zweitausend Liter Wasser, bei Hitze sogar noch mehr“, erzählt er. Stiller findet, dass die Situation noch schlechter, als im vergangenen Trockenjahr ist. Dabei sah es im Frühjahr noch gut aus. „Der April war trocken, der Mai aber okay, der Juni war zu heiß und zu trocken bei uns. Die afrikanische Hitze der letzten Zeit ließ kein Gras wachsen.“ Die ihm anvertraute Herde kommt aus Niederbayern. Wenn es sie vorzeitig zurückschicken muss, dann befürchtet er, wird er sie im nächsten Jahr nicht mehr bekommen. „Das zieht einen Rattenschwanz nach. Wenn ich keine Schafe mehr bekommen, dann ist die Landschaftspflege hier in Gefahr“, befürchtet er. Eine Hoffnung hat er. „Vielleicht meldet sich nach diesem Aufruf jemand, der ein Herz für die Merinoschafe hat.“ Er hofft, es möge Jemand anrufen, der eine Fläche ab 1 ha hat, die er nicht benötigt und diese abweiden lässt. Ab einem ha würde es sich auch für die Schafherde rentieren, aufzubrechen und einen längeren Weg auf sich zu nehmen. Es kann in der Gegend um Gößweinstein, Obertrubach, Pottenstein, Pegnitz und Haßlach sein. „Vielleicht hat Jemand auch einen zweiten Schnitt, den er nicht benötigt“, hofft er. „Wenn alle Stricke reißen, muss ich versuchen, irgendwo Heu herzubekommen.“ Doch oft sind die Lager leer. „In Oberbayern regnet es immer mehr - jedoch auch in Niederbayern - ist das Futter schon ziemlich knapp.“ Der 62-jährige Schäfer konnte um diese Zeit im vergangenen Jahr auf Stoppelfelder weiden. „Heuer ist die Ernte noch nicht soweit. Mir läuft die Zeit davon. Ich stehe oft daneben und denke:  Das ist wieder einmal ein „Ausnahmejahr - aber“, so fügt er hinzu „das ist der Klimawandel in Franken. Lange Zeit wurde er vorhergesagt. So, jetzt haben wir ihn.“ Die Grillen zirpen neben den grasenden Schafen um die Wette. „Ja, die Grillen mögen das trockene Wetter. Wer mir helfen kann, möge sich bitte mit mir in Verbindung setzten“, vertraut der langjährige Naturpfleger auf Leser, die ihm eventuell helfen könnten. Die Handy Nummer des Schäfer Stiller 01577 3999984. Er hofft auch auf noch etwas: Baldigen Regen. Von Rosi Thiem

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Meilenstein für den Schutz der Artenvielfalt

Meilenstein für den Schutz der Artenvielfalt So setzen wir das Volksbegehren „Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern“ um Das Artensterben ist neben dem Klimawandel eine der drängendsten Herausforderungen im Umweltschutz. Der Bayerische Landtag hat zum Schutz der biologischen Vielfalt das Volksbegehren „Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern“ angenommen und unter dem Leitsatz „Annehmen – Verbessern – Versöhnen“ umfangreiche Änderungen insbesondere des Bayerischen Naturschutzgesetzes beschlossen. Ziel ist ein deutliches Plus beim Artenschutz. Die neuen gesetzlichen Regelungen, die am 1. August 2019 in Kraft treten, werden durch umfangreiche Förderprogramme und mehr Beratung begleitet. Das Bayerische Umweltministerium informiert über die wesentlichen Änderungen, die sich aus der Umsetzung des Volksbegehrens und der begleitenden Gesetzgebung ergeben: Der Biotopverbund wird in ganz Bayern entlang der Bäche und Flüsse, im Offenland und im Wald ausgebaut Mehr Gewässerrandstreifen Wir weisen an allen natürlichen und naturnahen Gewässern einen Gewässerrandstreifen mit einer Breite von fünf Metern aus. Eine Grünlandnutzung ist weiterhin möglich, nicht jedoch eine garten- und ackerbauliche Nutzung. Zusätzlich verpflichtet sich der Freistaat auf staatlichen Flächen an Gewässern erster und zweiter Ordnung einen zehn Meter breiten Gewässerrandstreifen auszuweisen. Mehr Biotopverbund im Offenland Der Biotopverbund ist eine zentrale Maßnahme, um dem Artenverlust entgegen zu wirken. Bisher sind weniger als zehn Prozent der Offenlandfläche in Bayern in der Biotopkartierung erfasst. Bis 2030 soll der Biotopverbund auf mindestens 15 Prozent der bayerischen Offenlandfläche erweitert werden (zehn Prozent bis 2023 und 13 Prozent bis 2027). Er wird künftig auch Gewässerrandstreifen sowie blütenreiche Säume und Waldränder umfassen, so dass die Kulturlandschaft wieder ein Netz von Lebensstätten für wildlebende Arten aufweist. Mehr Biodiversität in den Wäldern Bis 2023 wird auf zehn Prozent des Staatswaldes ein grünes Netzwerk an Naturwaldflächen, die dauerhaft forstwirtschaftlich nicht genutzt werden, eingerichtet. Ziel ist ein Verbundsystem von Naturwäldern mit besonderer Bedeutung für die Biodiversität. Der Schutz ökologisch hochwertiger Lebensräume und Strukturen wird ausgeweitet Streuobstbestände und arten- und strukturreiches Dauergrünland Streuobstbestände und arten- und strukturreiches Dauergrünland werden unter bestimmten Voraussetzungen gesetzlich geschützte Biotope. Welche Bestände genau erfasst werden, wird in einer Rechtsverordnung der Staatsregierung zeitnah festgelegt. Unterhaltungsmaßnahmen für die Streuobstbestände sind weiterhin möglich, so wie eine normale Bewirtschaftung insgesamt weiterhin möglich sein wird. Dies gilt beispielsweise für die Mahd der Flächen, den Ersatz einzelner Bäume und auch für die Bekämpfung der Kirschfruchtfliege mit Pestiziden. Zudem wird die Förderung sowohl der Streuobstwiesen als auch des arten- und strukturreichen Dauergrünlands verbessert und damit die naturverträgliche Bewirtschaftung dieser Flächen honoriert. Intensivierter Moorschutz Über einen Masterplan Moore werden Hochmoore im Staatswald wieder hergestellt und die Renaturierungsaktivitäten der Naturschutzverwaltung zur Wiedervernässung von Mooren verdreifacht. Das schafft neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen der Feuchtgebiete und schützt das Klima. Moore und Anmoore werden vor einer Absenkung des Grundwasserstands geschützt. Schutz von Alleen und Strukturelementen in der Feldflur Bei der landwirtschaftlichen Nutzung dürfen Feldgehölze, Hecken, Säume, Baumreihen, Lesesteinhaufen, Natursteinmauern, natürliche Totholzansammlungen, Feldraine und Kleingewässer nicht beeinträchtigt werden. Die Beseitigung oder Beeinträchtigung von Alleen an Verkehrsflächen und Wirtschaftswegen wird verboten. Verankerung schonenderer Bewirtschaftungsweisen Schutz des Dauergrünlands und seiner Pflanzen und Tiere bei der landwirtschaftlichen Nutzung Um Wiesen und Weiden zu erhalten, ist die Umwandlung von Dauergrünland und Dauergrünlandbrachen nicht mehr möglich. Auch das Walzen auf Grünland nach dem 15. März wird ab 2020 untersagt. Durch flexible Regelungen im Begleitgesetz werden unzumutbare Härten für Landwirte vermieden (z. B. Verschiebung des Termins bei Schneelage Mitte März nach hinten). Um Hasen und Vögel zu schützen, ist die Mahd von außen nach innen bei Flächen ab einem Hektar künftig nicht mehr möglich. Weiter wird das Ziel festgelegt, dass ab dem Jahr 2020 auf bayernweit zehn Prozent aller Grünlandflächen die erste Mahd nicht vor dem 15. Juni erfolgen soll. Dies wird über geförderte freiwillige Maßnahmen wie den Vertragsnaturschutz umgesetzt. Damit schaffen wir neue artenreiche Wiesen und honorieren die Landwirte für ihre Arbeit. Ausweitung des ökologischen Landbaus Die landwirtschaftlichen Flächen in Bayern sollen bis 2025 zu mindestens 20 Prozent und bis 2030 zu mindestens 30 Prozent nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus bewirtschaftet werden. Für staatliche Flächen gilt dies bereits ab 2020. Verbot von Pflanzenschutzmitteln Auf den vom Freistaat Bayern bewirtschafteten Flächen wird der Einsatz von Totalherbiziden verboten. Auch in Naturschutzgebieten, in geschützten Landschaftsbestandteilen und gesetzlich geschützten Biotopen ist die Anwendung von Pestiziden verboten, sofern die Flächen extensiv genutzt werden. Dasselbe gilt ab dem Jahr 2022 für den flächenhaften Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bei der landwirtschaftlichen Nutzung von Dauergrünland; eine Einzelpflanzenbekämpfung wird aber auch nach 2022 nach wie vor möglich sein. Ausweitung der Naturschutzförderprogramme Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm (VNP), das Vertragsnaturschutzprogramm Wald (VNP Wald) und das Landschaftspflegeprogramm werden gesetzlich verankert, inhaltlich ausgeweitet und verstärkt. So sollen zukünftig sechs Prozent der landwirtschaftlichen Fläche über das Vertragsnaturschutzprogramm so bewirtschaftet werden, dass Bienen und viele andere Tier- und Pflanzenarten davon profitieren können. Bei den Weiden sollen die Prämien, zum Beispiel für Schäfer, Almbauern und Mutterkuhhalter, erhöht werden. Auch sollen sechs Prozent der Fläche des Privat- und Körperschaftswaldes besonders ökologisch bewirtschaftet und die Waldbesitzer entsprechend honoriert werden. Mehr Arten- und Umweltschutz im Siedlungsraum und an Verkehrsflächen Mehr Grün- und Blühflächen auf staatlichen Flächen und Gebäuden Straßenbegleitflächen an Staatsstraßen sollen möglichst als artenreiche Rasen bewirtschaftet und Lärm- schutzanlagen begrünt werden. Zudem sollen Gebäude und Freiflächen im Eigentum des Freistaats Bayern begrünt und bepflanzt werden. Mehr Biodiversität und gutes Klima in den Kommunen Kommunale Biodiversitätsprojekte werden über das Landschaftspflegeprogramm gefördert. Städten, Landkreisen und Gemeinden wird empfohlen, Gebäude und Freiflächen in ihrem Besitz zu begrünen, Straßenbegleitflächen als artenreiche Wiesen zu pflegen und eine klimaneutrale Verwaltung anzustreben. Reduzierung der Lichtverschmutzung Um nachtaktiven Tieren wie Fledermäusen, Insekten und Zugvögeln mehr ungestörte Lebensräume zu bieten, werden störende Lichtquellen reduziert. Himmelsstrahler und Einrichtungen mit ähnlicher Wirkung sind deshalb grundsätzlich unzulässig. Die Fassadenbeleuchtung an öffentlichen Gebäuden wird ab 23 Uhr abgeschaltet. Im Außenbereich ist die Beleuchtung von Werbeanlagen grundsätzlich untersagt. Klimaneutrale Verwaltung Ziel Bayerns ist es, im Sinne einer Vorbildfunktion bis zum Jahr 2030 eine klimaneutrale Verwaltung zu erreichen. Verbesserte Umsetzung vor Ort und Bewusstseinsbildung Stärkung der Landschaftspflegeverbände und Naturparke Landschaftspflegeverbände sollen flächendeckend in Bayern tätig werden. Damit wird in allen bayerischen Regionen eine Kooperation von Landwirten, Naturschützern und Kommunen zur praktischen Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen etabliert. Der Staat will dabei die Aktivtäten der Landschaftspflegeverbände für mehr Biodiversität und Artenschutz noch intensiver unterstützen. Auch die Naturparke werden zukünftig für ihre Aufgaben zusätzliche Unterstützung erhalten. Bessere Beratung vor Ort Wir etablieren zusätzliche Biodiversitätsberater an den unteren Naturschutzbehörden und Wildlebensraumberater an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Damit verstärken wir die Beratung in Fragen der Förderung, leisten Hilfe bei der Umsetzung von ökologischen Maßnahmen und begleiten den Aufbau des Biotopverbunds. Wir setzen zusätzliches Personal und zusätzliches Geld ein, damit die anspruchsvollen Vorgaben gemeinsam mit allen Betroffenen umgesetzt werden können. Mehr Naturschutz in Erziehung, Aus- und Fortbildung Die Ziele und Aufgaben des Naturschutzes und der Landschaftspflege, insbesondere auch mit ihrem Bezug zur Landwirtschaft, werden künftig bei der pädagogischen Aus- und Fortbildung, in den Lehr- und Bildungsplänen und bei den Lehr- und Lernmitteln stärker berücksichtigt.   Herausgeber: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) Rosenkavalierplatz 2, 81925 MünchenE-Mail: poststelle@stmuv.bayern.deInternet: www.stmuv.bayern.de© StMUV, alle Rechte vorbehalten

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Frankenjura-Kletterfestival 2019 in Königstein

Vom 20. bis zum 23. Juni 2019 fand in Königstein, ganz im Osten des Naturparks Fränkische Schweiz-Frankenjura, das Petzl Frankenjura Kletterfestival statt. Auf dem Naturbadgelände der oberpfälzischen Marktgemeinde schlugen Kletterer aus Europa, vereinzelt auch aus Südamerika und Australien ihre Zelte auf, um vier Tage gemeinsam an den beeindruckenden Felsen des Frankenjuras zu  klettern. Die Veranstaltung mausert sich über die Jahre zum beständigen Szenetreff: Mit Steve McClure, Melissa Leneve, Fabian Buhl, Joerg Verhoven, Katharina Saurwein, Jana Müller, Afra Hoenig, Lena Herrmann, Sean Villanueva, Sofie Paulus sowie Kletterarzt Volker Schöffl waren viele international und national bekannte Kletterer in Königstein. Sie hielten Vorträge und nahmen im Rahmen von Workshops Teilnehmer mit an den Fels, um diese dort in Technik, Taktik, Training, dem richtigen und angstfreien Stürzen, aber auch in „Trad-Klettern“ bis hin zur Partnerbergung im hochalpinen Gelände zu unterrichten. Der US-Amerikaner Chris Sharma, der seit vielen Jahren in Spanien lebt, war der unumstrittene Stargast des Festivals.  Sharma zählt im Augenblick zu den drei besten Kletterern der Welt und bestritt am Freitagabend mit einem Vortrag in der Helmut-Ott-Halle in der Nachbargemeinde Auerbach das Highlight des Festivals. Der am Tag darauf stattfindende Workshop mit Chris an den Felsen des Königsteiner Hausfelsens „Steinberg“, der von Kamera-Teams des Bayerischen Fernsehens für die Sendung „Bergauf-Bergab“ begleitet wurde, war bereits Monate zuvor ausgebucht. Nachhaltigkeit und Naturschutz stand für den Veranstalter Petzl an erster Stelle. Bereits im Vorfeld wies Petzl auf der Festivalshomepage „climbingfestival.de“ direkt auf der Startseite darauf hin, was sich der Organisator von den Besuchern wünscht: „Bitte zeigt während des Kletterfestivals, dass wir Kletterer gleichzeitig Umweltschützer und Naturliebhaber sind! Verhaltet Euch dementsprechend, nehmt Euren Müll wieder mit, respektiert Kletterregelungen, erzeugt nicht unnötig Lärm, nutzt die Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Festivalgelände, nehmt Rücksicht auf Anwohner, Flora und Fauna, unterstützt die lokale Wirtschaft.“ Frankenjura.com unterstützte die Ziele des Veranstalters durch einen für alle Festivalsteilnehmer kostenlosen Kletterführer für das Smartphone, in dem alle Felsen des Frankenjuras umfassend mit Topos dargestellt werden und der durch das Naturraum-Informationssystem „Rock-Events“ gespeist wird, welches felsspezifische Informationen zu Gefahren, Naturschutz und zu sozialverträglichen Notwendigkeiten liefert. Das Festival der FrankenPfalz-Gemeinden fand nach 2012, 2016 und 2017 bereits zum vierten Mal statt. Für Petzl, den französischen Hersteller von Kletterausrüstung , der mit seinem Deutschland-Team um Christoph Driever und Nils Beste das Festival erstmals ausrichtete, war es das Ziel, eineauthentische Veranstaltung von Kletteren für Kletterer zu schaffen. Trotz des schlechten Wetterberichtes kamen viele Besucher, die das Festival und den Frankenjura in den höchsten Tönen lobten. Und so gab Petzl bereits vor dem Ende des Festivals bekannt, es in spätestens zwei Jahren wiederholen zu wollen. Weitere Partner des Festivals waren Marmot, Scarpa, das Klettern-Magazin, die IG-Klettern, Kletter-Retter, LyoFood, Clifbar, #TBanger, Sport Jewels, Vertics, die Boulderhalle Zugzwang und Climbing-Socks.

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Mitgliederversammlung vom Naturpark

MUGGENDORF -  Schon im Herbst diesen Jahres werden vier noch einzustellende Naturparkranger in den Bahnhof in Muggendorf, dessen Hauptteil des Bahnhofsgebäude schon zum Naturpark-Informationszentrum umgebaut wurde, mit ihren Büros einziehen. Und zwar in den bisherigen Wohnteil der jedoch stark renovierungsbedürftig ist. Die Bauleitung dafür hat Dieter Preu für den Naturparkverein übernommen der gestern im Hotel Goldender Stern zu seiner Jahreshauptversammlung tagte. Personen v.l.: Manfred Späthling, Werner Linke, Maximilian Dümler, Geschäftsführer Wolfgang Geißner, Adrian Novotni, Landrrat Hermann Ulm. Bürgermeister Helmut Taut, Bauleiter Dieter Preu und stellvertretender Geschäftsführer Christoph Hurnik. Foto: Thomas Weichert Für Preu zwar ein enger Zeitplan, aber er ist zuversichtlich dass man diesen auch einhalten wird da die meisten Arbeiten der vierköpfige Arbeitstrupp des Naturparks Fränkische Schweiz – Frankenjura übernehmen wird. Für die Elektroinstallation, den Wasseranschluss und andere fachliche Arbeiten ist jedoch die Hilfe von Fachfirmen notwendig. Was die Sanierung des ehemaligen Wohngebäudetrakts kosten wird, steht noch nicht abschließend fest. Auf den 80 Quadratmetern in den zwei Gebäudeebenen können aber locker vier Büros untergebracht werden. Auf die vier ausgeschriebenen Rangerstellen gingen inzwischen 174 Bewerbungen ein wie der neue stellvertretende Naturparkgeschäftsführer Chrsitoph Hurnik aus Weilersbach erklärte. Laut Hurnik werden die Naturparkranger, die jährlich mit allem drum und dran 260.000 Euro kosten, zahlreiche Aufgaben haben. Vom Freistaat Bayern gibt es dafür 90 Prozent Förderung, vorerst befristet bis 2020. Ein Sprecher der Regierung von Oberfranken zeigte sich aber während der Versammlung zuversichtlich, dass es danach auf alle Fälle weitergehen wird und die Naturparkranger eine dauerhafte Einrichtung werden. Die Naturparkranger sollen Wanderer und Gäste im Naturpark über dessen Besonderheiten und Schutzgebiete informieren und dies auch begründen. Beispielsweise warum man an einem Felsen zu einer bestimmten Jahreszeit nicht klettern darf. Die Naturparkranger sollen aber auch über Veranstaltungen im Naturpark informieren, auf Märkten und Messen präsent sein, das Monitoring mit den Behörden und Naturschutzorganisationen unterstützen, Naturparkschulen anbieten, mit Kindergärten und Schulen kooperieren, Biologieunterricht im Wald praxisnah durchführen und ein Juniorrangerprogramm aufbauen. „Dies kann man sich so ähnlich vorstellen wie bei den Pfadfindern“, erklärt Hurnik. Aber auch die Bildung von Netzwerken mit Institutionen und Akteuren im Naturpark sind eine Aufgabe der Naturparkranger. Ranger-Filialen sollen dann nach und nach für den gesamten Naturpark eingerichtet werden, der Ranger-Hauptsitz wird aber in Muggendorf bleiben. 2024 soll dann auch das neue Naturparkzentrum in der Pottensteiner Magerscheune fertig sein in das dann auch die Geschäftsstelle vom Pottensteiner Rathaus aus umziehen wird. Hierzu gibt es zunächst eine Förderung von 200.000 Euro. Wie Pottensteins zweiter Bürgermeister Rainer Brendel (BPU) dazu informierte, ist bereits ein Architektenwettbewerb zum Um- und Ausbau der Magerscheune ausgeschrieben. Auch die vorgelagerten Grundstücke dazu sind bereits im Besitz der Stadt Pottenstein, so Brendel. Zum aktuell anhängigen Klageverfahren des Bund Naturschutz (BN) gegen das Kanufahren der ortsansässigen gewerblichen Kanuvermieter sei der BN dem Arbeitskreis in den Rücken gefallen, betonte Wiesenttals Bürgermeister Helmut taut (FWW). Wie Taut betonte habe man mit Aktiv Reisen den größten Outdoor-Veranstalter in der Fränkischen Schweiz mit zehn Arbeitsplätzen in seiner Gemeinde. Nach aktuellem Gerichtsbeschluss dürfen nun die Kanus der gewerblichen Anbieter von Waischenfeld bis Muggendorf fahren, jedoch nicht mehr von Muggendorf bis Ebermannstadt. Auch für Forchheims Landrat Hermann Ulm ist dies nicht nachvollziehbar. Weiterhin forderte Taut eine Biotopkartierung nicht ohne Dialog zu machen. „Wir wollen Umweltminister Thorsten Glauber (FW) nicht ärgern, sondern ihm beratend zur Seite stehen“, betonte Taut, der ansonsten einen Crash befürchtet. „Damit“, so Taut, „müsse ein guter Kompromiss gefunden werden, mit dem beide Seiten leben können. Denn durch die Natura2000 Verordnung sei man bereits ein „gebranntes Kind“, so Taut. Naturparkgeschäftsführer Wolfgang Geißner stimmte Tauts Ausführungen zu. „Wir haben mehr Schutzgüter als der Nationalpark Berchtesgaden obwohl wir nur ein Naturpark sind“, so Geißner. Außerdem müsse man auch bedenken, dass die meisten Biotope in der Fränkischen Schweiz von Menschenhand geschaffen wurden. „Sonst hätten wir heute auch diese Kulturlandschaft nicht“, betonte Geißner. Massive Kritik aus der Versammlung kam wegen den Vergabevorschriften für Naturparkmaßnahmen. Denn ab 1000 Euro muss eine Mitgliedsgemeinde drei verschiedene Angebote einholen. Dies sei aber oft gar nicht möglich, weil manchmal nur ein Angebot eingeht. Außerdem seien die Kommunen mit Arbeit ohnehin überlastet. „Das Vergabeproblem wird immer schlimmer“, so auch Geißner, der dem Regierungsvertreter mit auf den Weg gab dieses zumindest etwas einzudämmen. Von Thomas Weichert

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Hormersdorfer Linde

Wer vom Laufer Naturfreundehaus Hohes Kreuz nach Hormersdorf wandern möchte und lieber im Wald geht, kommt mit dem Markierungszeichen Rotpunkt direkt am Hormersdorfer Hutanger  vorbei. Dort steht eine mächtige Linde mit über 9 Meter Durchmesser auf Brusthöhe. Dr. Karl Friedrich Rauenbusch vom Landschaftspflegeverein erinnert sich auch an frühere Zeiten rund um den Hutanger. Er betreute 1986 als Biologe  ein Projekt des Jugendamtes zur Wiedereingliederung  von Jugendlichen die auf die schiefe Bahn gerieten. In Hormersdorf mussten die Jugendlichen 30 Stunden Naturschutzarbeit leisten. Mit einfachen Gerätschaften wurde hier gearbeitet, erinnert sich Rauenbusch. Im Jahr 2005 fand hier auf dem Hutanger die letzte größere Pflegemaßnahme durch die untere Naturschutzbehörde  statt. Karlheinz Pühl vom Landratsamt konnte hierzu die Hormersdorfer Landwirte zur Mitarbeit aktivieren. Damals wurde sogar Bauschutt auf der Fläche entfernt. Um einer Verbuschung vorzubeugen hatte ein Hormersdorfer den Hutanger fast 10 Jahre mit Schafen beweidet. Seit einigen Jahren gewährleisten die Ziegen vom Reimehof aus Wallsdorf die Beweidung. Der Hormersdorfer Hutanger ist seit 2006 als geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen.  Deshalb braucht die mächtige Linde, welche zum Grundbesitz des Marktes Schnaittach gehört, nicht als Naturdenkmal ausgewiesen werden. Ein kleines unscheinbares grünes Dreieck mit der Aufschrift Naturdenkmal weißt trotzdem auf diese Besonderheit hin. Förster Elmar Schmidtmeyer schätzt das Alter auf 300 bis 400 Jahre. Wahrscheinlich ist diese Linde als Friedenslinde nach Ende des 30-jährigen Krieges gepflanzt worden, vermutet der Förster.   Text & Bild: Udo Schuster

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Ranger für den Naturpark

Ranger für den Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura. Vier hauptamtliche Ranger unterstützen ab September 2019 die Naturparkverwaltung. Pottenstein. Im Zuge der „Naturoffensive Bayern“ finanziert das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz vier Vollzeitstellen für den Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura. Die neuen Mitarbeiter werden Besuchern wie Einheimischen die ökologischen Besonderheiten der Region vermitteln und für einen schonenden Umgang mit der Natur werben. Die Stellen werden ab September 2019 besetzt. "Natur und Mensch - Erlebniswelt Naturpark" (Bild: Udo Schuster) Die Aufgaben der Ranger liegen vor allem in den Bereichen Besucherinformation und Naturschutz. Sie sollen „Mittler zwischen Mensch und Natur“ sein, so das offizielle Motto.  Da der Mensch nur zu schützen bereit ist, was er kennt, wird für die Ranger ein Schwerpunkt ihrer Arbeit darin liegen, Besucher mit der Tier- und Pflanzenwelt sowie mit den geologischen Besonderheiten der Jura-Landschaft vertraut zu machen. Dafür richten sie Lehrpfade ein, bieten Führungen an und entwickeln naturschonende Erlebnisangebote. Zudem stehen die Ranger Behörden und Verbänden als Ansprechpartner zur Verfügung und beraten Landbesitzer in Fragen des Vertrags-Naturschutzes. Zu den vielfältigen Aufgaben der neuen Mitarbeiter gehört es auch, wissenschaftliche Forschungen mit Naturschutz-Bezug zu unterstützen, nachzuprüfen, ob Schutzmaßnahmen eingehalten werden, allgemein die ökologische Entwicklung des Naturraums zu dokumentieren und, nicht zuletzt, die ehrenamtlichen Naturpark-Mitarbeiter zu betreuen. Dienstort wird voraussichtlich Muggendorf sein, von wo aus die neuen Ranger das gesamte Naturpark-Gebiet betreuen. Die Ausschreibung der vier neuen Stellen läuft noch, die Bewerbungsfrist endet am 19. Mai 2019. Bewerben kann sich, wer ein Studium in Biologie, Forstwirtschaft, Landschaftsökologie oder einem anderen „grünen Beruf“ abgeschlossen hat. Eine weitere Voraussetzung ist die Fortbildung zum „Geprüften Natur- und Landschaftspfleger“. Zusätzliche Einzelheiten sind auf der Website des Naturparks www.naturparkinfo.de unter der Rubrik „Stellenangebote“ aufgelistet. Die neuen Ranger werden den Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura für Einheimische und Gäste noch attraktiver machen und gleichzeitig für einen besseren Schutz von Natur und Landschaft sorgen. So stärkt die „Naturoffensive Bayern“ den Naturpark und fördert ein harmonisches Miteinander von Bewohnern und Besuchern, von Erholungsuchenden und Naturschützern, von Landbesitzern, Kommunen und Ämtern. Mehr Informationen: Geschäftsstelle Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura, Forchheimer Straße 1, 91278 Pottenstein, Tel. 09243/708 16 , E-Mail: poststelle@naturparkinfo.de   Text: Nikolai LöwenkampBild: Udo Schuster

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Kaniber schafft 15 neue Öko-Modellregionen in Bayern

(16. April 2019) München – Bayern baut seine Spitzenstellung im Öko-Landbau aus. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat das Landesprogramm zur Stärkung des regionalen Öko-Landbaus kräftig verstärkt. Künftig wird es in Bayern 15 neue staatlich anerkannte Öko-Modellregionen geben. „Ich möchte damit ein deutliches Zeichen setzen. Die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität ist äußerst wichtig“, erklärte Kaniber. Foto: Staatsministerin Michaela Kaniber (StMELF) Die 15 Regionen sind die Gewinner einer dritten Wettbewerbsrunde, bei der Kaniber zunächst sechs neue Modell-Regionen ausloben wollte. Das Interesse an dem Wettbewerb war aber so groß und die Bewerbungen so qualitativ hochwertig, dass die Ministerin nun 15 Regionen zu Öko-Modellregionen erklärt. Eine Jury, besetzt unter anderem mit Vertretern aus der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Landesvereinigung für den Ökologischen Landbau und des Bund Naturschutz, haben die Bewerbungen geprüft und diese 15 Regionen als gut geeignet bewertet. In den Öko-Modellregionen, die zur Optimierung des Volksbegehrens zur Artenvielfalt dienen, werden zukunftsfähige Projekte zur Entwicklung des ökologischen Landbaus umgesetzt, regionale Wertschöpfungsketten etabliert und das Bewusstsein der Bevölkerung für bioregionale Ernährung gestärkt. Erzeuger, Verarbeiter, Vermarkter und Konsumenten werden damit regional vernetzt. „Das Ganze funktioniert auf freiwilliger Basis und ohne gesetzliche Vorgaben“ betonte die Ministerin. „Ich will, dass die Menschen die Produkte der Landwirte in ihrer Heimat wieder schätzen lernen und sich bewusst werden, dass regionale Produktion die nachhaltigste ist“, sagte sie. Die Öko-Modellregionen werden vom Ministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten unterstützt. 75 Prozent der Kosten für die Projektleiter-Stelle vor Ort werden bezahlt, maximal bis zu 75.000 Euro im Jahr. Die Förderung läuft zwei Jahre, kann aber um weitere drei Jahre verlängert werden. Das Gesamt-Fördervolumen beläuft sich auf knapp 1,5 Millionen Euro im Jahr. Bislang gab es zwölf Öko-Modellregionen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Landesprogramms „BioRegio Bayern 2020“, mit dem die Staatsregierung seit 2012 den Ökolandbau in Bayern unterstützt. Mittlerweile hat sich die Staatsregierung in ihrem Koalitionsvertrag das Ziel gesetzt, mittelfristig die Ökofläche in Bayern zu verdoppeln. Derzeit bewirtschaften etwa 9.900 Ökobetriebe im Freistaat eine Fläche von über 350.000 Hektar.   Die 15 neuen Öko-Modellregionen: Fränkische Schweiz (Kommunen der Landkreise Bayreuth und Forchheim) Günztal (Kommunen der Lkr. Ostallgäu und Unterallgäu), Hochries-Kampenwand-Wendelstein (im Landkreis Rosenheim) Integrierte Ländlichen Entwicklung (ILE) IKom-Stiftland (im Landkreis Tirschenreuth) ILE Kulturraum Ampertal (im Lkr. Freising) ILE Passauer Oberland (im Lkr. Passau) Inn-Salzach (im Lkr. Altötting) Landkreis Ostallgäu Naturparkland Oberpfälzer Wald (im Lkr. Neustadt a.d. Waldnaab) Obermain-Jura (Kommunen der Lkr. Lichtenfels und Bamberg) Paartal (Lkr. Aichach-Friedberg) Pfaffenhofener Land (Lkr. Pfaffenhofen) Region Regensburg (Stadt und Landkreis) Siebenstern (im Lkr. Wunsiedel) Stadt.Land.Augsburg (Stadt und Landkreis).

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Kirschblüte im Naturpark

Mit etwa 200.000 Kirschbäumen verteilt auf 2.500 Hektar Anbaufläche zählt der Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura zu den größten geschlossenen Kirschenanbaugebieten in Deutschland und darüber hinaus. Jedes Jahr im April verwandelt sich die Landschaft rund um das Walberla in ein weißes Blütenmeer. Nach einem Blick auf das Blütenbarometer wissen Sie bestens Bescheid, wann ein Ausflug von Blüten oder duftenden Früchten begleitet wird. Um die Kirschblüte einmal in ihrer vollen Pracht zu erleben, müssen Sie sich nicht auf den langen Weg nach Japan machen. Atemberaubende Blütenlandschaften gibt es auch in Deutschland zu entdecken – genauer gesagt bei uns im Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura. Je nach Witterungsbedingung zeigen sich die schönen weißen Süßkirschenblüten Mitte/Ende April. Nach einer Reifezeit von etwa 60 Tagen können die süßen Früchte in der Regel im Juni geerntet werden. Damit Urlauber die Blütezeit genau mitverfolgen können, haben wir uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen: das Blütenbarometer. Es zeigt tagesaktuell an, in welchem Stadium sich die Blüte befindet. Sind die Knospen schon aufgegangen? Oder kann man die süßen Früchte schon von den Bäumen pflücken? Wenn auch Sie das frühlingshafte Naturschauspiel bei einer Wanderung erleben möchten, unternehmen Sie doch einen Ausflug auf dem Pretzfelder Kirschenlehrpfad. Auf etwa neun Kilometern entlang unzähliger Kirschbäume vermitteln insgesamt 15 Schautafeln Wissenswertes zu den Themen Kirschenanbau, Natur und Geschichte. So zum Beispiel, dass viele der Streuobstwiesen-Besitzer ihre Früchte gleich nach der Ernte nicht nur zu leckeren Marmeladen und Süßspeisen, sondern in den eigenen kleinen Brennereien auch zu edlen Destillaten verarbeiten. Schnaps, Geist und Brand werden dann oft direkt am Hof an Besucher und Händler verkauft. Diese Frische schmeckt man; nicht umsonst gelten die Selbstgebrannten aus unserem Naturpark als besonders rund im Geschmack. Feiern Sie mit uns die kleine rote Powerfrucht – zum Beispiel auf dem Walberlafest oder dem Pretzfelder Kirschenfest, auf dem auch unsere Kirschenkönigin, die Repräsentantin unseres Süßkirschenanbaugebiets, vor Ort sein wird.

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Märzenbecher bei Algersdorf - Waldbesitzerwechsel

Bereits 1949 wurde das Waldstück mit den Märzenbechern bei Algersdorf vom damaligen Hersbrucker Landrat unter besonderen Schutz gestellt. Die Algersdorfer Familie Zagel, in deren Besitz das Waldstück seit Generationen bis vor kurzem lag, hatte immer ein Auge auf diese Naturschönheit. Dies wurde durch die schonende Holzernte immer wieder verdeutlicht. Wenn es in einem Jahr zu nass war dann überließen sie den Wald vollständig der Natur. Das schätzten auch die Forstleute vom Hersbrucker Forstamt welche für die Privatwälder zuständig sind. Nun hatten sich die Eigentümer dazu entschlossen das Waldstück, welches unbedingt so erhalten bleiben sollte, an das Naturschutzzentrum Wengleinpark zu verkaufen. Die Betreuung des Märzenbecherwaldes bleibt beim Naturschutzzentrum mit ihrem Vorsitzenden Karl Heinlein, die Fläche - rund eineinhalb Hektar - selbst geht jedoch in das Eigentum des Bund Naturschutz über. Insgesamt beträgt die erworbene Wald- und Wiesenfläche 3,5 Hektar. Über den Bayerischen Naturschutzfond  wird das Projekt unter dem Namen Albtraufwälder gefördert. Hierzu ist auch geplant Maßnahmen zur Besucherlenkung umzusetzen. Das Waldstück wird der Natur selbst überlassen. Totholz verbleibt als Lebensraum für andere Tierarten wie beispielsweise die unterschiedlichen Fledermausarten welche sich dort in abgestorbenen Bäumen wohlfühlen. Die Naturschutzbehörde des Landratsamtes steht dem Projekt positiv gegenüber. Der Vorsitzende des Landschaftspflegevereins, Karl Rauenbusch, freut sich das Besucher auch in Zukunft nicht ausgesperrt werden, sondern es soll hier versucht werden über einen Stichweg auf der Hangunterseite den Interessieren mit Infotafeln naturnahes Wissen zu vermitteln. Wegen der Verkehrssichungspflicht wird es keinen Pfad durch den Wald geben.   Bild: Bei einer vor Ort Besprechung von links; Bürgermeister aus Kirchensittenbach Klaus Albrecht, Vorsitzender Naturschutzzentrum Wengleinpark, Karl Heinlein, Vorsitzender FAV Ortsgruppe Hersbruck, Hans Treuheit, Förster vom Naturschutzzentrum, Burkhard Reuter. Nun bedarf es noch einer Abstimmung mit dem Naturparkverein Fränkische Schweiz-Frankenjura und der Naturschutzbehörde im Landkreis. Danach ist der Fränkische Albverein (FAV) zusammen mit dem Bürgermeister der Gemeinde Kirchensittenbach, Klaus Albrecht, gefragt um ein einvernehmliches Wanderwege Konzept zu erarbeiten welches auch den Gebirgsweg einschließt sowie das gesamte Kirchensittenbacher Wanderwegenetz betrifft. Fest steht jetzt schon das im Laufe des Jahres die Trasse des Fränkischen Gebirgsweges am Märzenbecherwald leicht verändert wird.  Vielleicht kann man mit Fichtenstangen den Wanderpfad deutlicher begrenzen, meint Hans Treuheit von der FAV Ortsgruppe Herbruck. Schön wäre es auch wenn Mitglieder der nahen FAV Ortsgruppen durch Naturschutzstreifen während der Blütezeit ein Auge auf den Märzenbecherwald hätten, so wie dies in früheren Jahren regelmäßig durch die Bergwacht geschah. Die ersten Frühlingsboten in der Pflanzenwelt sind neben Krokus und Schneeglöckchen auch die seltenen und unter Naturschutz stehenden Märzenbecher. Im nördlichen Nürnberger Land findet man den sogenannten Märzenbecherwald bei Algersdorf, ein Ortsteil der Gemeinde Kirchensittenbach. Auch der Fränkische Gebirgsweg, als Weitwanderweg, führt direkt daran vorbei. Während der Blütezeit, meist im März bis Anfang April, findet dort eine Art Völkerwanderung mit vielen Naturbegeisterten und Fotografen statt. Die allermeisten Wanderer und Spaziergänger halten sich zwar an das Betretungsverbot dieser streng geschützten Naturfläche, jedoch einige unbelehrbare Naturliebhaber trampeln ungeachtet einzelner Pflanzen in dem Hangwald herum um möglichst nahe an diese seltenen weißen Blüten heran zu kommen. Wegen ihrer Blütezeit und der Form der Blüten nannte man sie Märzenbecher. Die Pflanzen brauchen mehr als nur Feuchtigkeit und einen mineralstoffhaltigen Boden um zu bestehen. Die Voraussetzungen sind bei diesem flächenhaften Naturdenkmal bei Algersdorf optimal gegeben.     Bild & Text: Udo Schuster  

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"Den Naturpark bekannter machen"

"Den Naturpark bekannter machen" Geschäftsführer Wolfgang Geißner hat zwei neue Mitarbeiter: Michaela Wölfel und Christoph Hurnik - Neue Geschäftsstelle in Sicht. Pottenstein. Von Klaus Altmann-Dangelat und Udo Güldner Das Jubiläumsjahr des Naturparks, der vor einem halben Jahrhundert gegründet worden ist, neigt sich seinem Ende zu. Im Jahr des 50. Geburtstages gab es neben der Umbenennung in "Naturpark Fränkische Schweiz-Frankenjura" viele gute Nachrichten, vor allem in finanzieller Hinsicht. Für Geschäftsführer Wolfgang Geißner, der 22 Jahre lang für den Naturpark tätig ist, gibt es endlich personelle Verstärkung. Geißner wird noch zwei Jahre im Amt sein. Dann soll sich der 36-jährige Christoph Hurnik eingearbeitet werden, um die extrem vielfältigen Aufgaben im Naturpark weiterführen zu können. Der in Effeltrich gelernte Landschaftsgärtner kann (nach einem Studium zum Umwelt-Ingenieur in Weihenstephan-Triesdorf und Tätigkeiten in der Unteren Naturschutzbehörde in Ebermannstadt) bereits umfangreiche Kenntnisse vorweisen."Ich habe mich um Bauangelegenheiten, die Heckenpflege, Landschaftsschutzgebiete und die Fragen der Aufforstung und Rodung gekümmert", so Hurnik, der aus Lüneburg stammt, aber seit 26 Jahren in Walberla-Nähe mit einer kleinen Firma Vorgärten und Außenanlagen "grün statt grau" gestaltet. Vermarktung der Produkte der Region geplant Für den Naturpark hat er bereits an der Vorbereitung der Jubiläumsausstellung mitgearbeitet. Hurnik will sich im kommenden Jahr an die Umsetzung einer Idee von Wolfgang Geißner machen: Es geht um die Vermarktung der Produkte der Region. "Es soll kein Buch werden, wir stellen uns eher ein Faltblatt vor, auf dem die Informationen zu finden sind." Hurnik will sich auch dem Projekt Öko-Modellregion widmen. Geißners Stellvertreter wird sich ab Mitte des Jahres auch mit den neu einzustellenden Naturpark-Rangern befassen. Bei einer Fachtagung in München wurde über dieses gesprochen. "Dort wurde uns die ersten Erfahrungen in anderen Naturparks berichtet." Hurnik befasst sich auch jetzt schon mit dem geplanten Umzug innerhalb von Pottenstein in die Magerscheune. "Dazu finden bald die ersten Gespräche statt." Wegen der Gestaltung des neuen Infozentrums soll eine Studie angefertigt werden, "die wohl im Herbst fertig sein soll". Michaela Wölfel ist ausgebildete Erzieherin, Naturpädagogin sowie Natur- und Landschaftsführerin. Sie ist die Assistentin der Geschäftsführung tätig, wenn sie nicht ihrem Ehemann Jürgen in dessen Zimmerei in Obertrubach hilft. Sie will die Wahrnehmbarkeit des Naturparks in der Öffentlichkeit verbessern und dafür speziell Kindergärten und Schulen ansprechen. "Den ganz Kleinen muss man zeigen, welche Naturschönheiten wir um uns herumhaben, die es zu erhalten gilt." Schließlich häufen sich hier im Norden Bayerns die Biotope und Geotope, wohl wegen der doch sehr kleinteiligen Landschaft. So bieten die Felsüberhänge einen Lebensraum, in deren Wind- und Lichtschatten sich seltene Pflanzen wie das Scharfkraut ansiedeln. "Das sieht nicht sehr spektakulär aus, ist es aber." Wölfel, die in Pegnitz geboren wurde und bereits in Soranger gelebt hat, möchte sogenannte naturpädagogischen Projekte ins Leben rufen. Um die Kinder für ihre Umgebung zu sensibilisieren - und um den Naturpark bekannter zu machen. "Denn eines ist klar, über die Kinder erreicht man auch die Eltern, die sich dann mit der Natur und die Heimat auseinandersetzen." Der Naturpark kann sich, so Geißner, aber auch weiterhin auf die ehrenamtlichen Mitarbeiter wie beispielsweise Dieter Preu aus Neunkirchen, verlassen. Der Mitbegründer des Naturparks hat sich einen Ruf als Fachmann für Höhle und Karst erarbeitet und ärgert sich besonders über all die, "die in Höhleneingängen feiern und ihrem Urtrieb frönen und Feuer machen." Damit schade man aber der Tier- und Pflanzenwelt und verschandele die Sehenswürdigkeit. Mit den Sportkletterern hingegen hat man sich auf Felssperrungen verständigt, damit im Frühjahr die Uhus und Wanderfalken in aller Ruhe ihren Nachwuchs ausbrüten können und man ihnen nicht ständig ins Nest schaut.

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