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Pressearchiv 2019

des Naturparks Fränkische Schweiz - Frankenjura

Ranger für den Naturpark

Ranger für den Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura. Vier hauptamtliche Ranger unterstützen ab September 2019 die Naturparkverwaltung. Pottenstein. Im Zuge der „Naturoffensive Bayern“ finanziert das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz vier Vollzeitstellen für den Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura. Die neuen Mitarbeiter werden Besuchern wie Einheimischen die ökologischen Besonderheiten der Region vermitteln und für einen schonenden Umgang mit der Natur werben. Die Stellen werden ab September 2019 besetzt. "Natur und Mensch - Erlebniswelt Naturpark" (Bild: Udo Schuster) Die Aufgaben der Ranger liegen vor allem in den Bereichen Besucherinformation und Naturschutz. Sie sollen „Mittler zwischen Mensch und Natur“ sein, so das offizielle Motto.  Da der Mensch nur zu schützen bereit ist, was er kennt, wird für die Ranger ein Schwerpunkt ihrer Arbeit darin liegen, Besucher mit der Tier- und Pflanzenwelt sowie mit den geologischen Besonderheiten der Jura-Landschaft vertraut zu machen. Dafür richten sie Lehrpfade ein, bieten Führungen an und entwickeln naturschonende Erlebnisangebote. Zudem stehen die Ranger Behörden und Verbänden als Ansprechpartner zur Verfügung und beraten Landbesitzer in Fragen des Vertrags-Naturschutzes. Zu den vielfältigen Aufgaben der neuen Mitarbeiter gehört es auch, wissenschaftliche Forschungen mit Naturschutz-Bezug zu unterstützen, nachzuprüfen, ob Schutzmaßnahmen eingehalten werden, allgemein die ökologische Entwicklung des Naturraums zu dokumentieren und, nicht zuletzt, die ehrenamtlichen Naturpark-Mitarbeiter zu betreuen. Dienstort wird voraussichtlich Muggendorf sein, von wo aus die neuen Ranger das gesamte Naturpark-Gebiet betreuen. Die Ausschreibung der vier neuen Stellen läuft noch, die Bewerbungsfrist endet am 19. Mai 2019. Bewerben kann sich, wer ein Studium in Biologie, Forstwirtschaft, Landschaftsökologie oder einem anderen „grünen Beruf“ abgeschlossen hat. Eine weitere Voraussetzung ist die Fortbildung zum „Geprüften Natur- und Landschaftspfleger“. Zusätzliche Einzelheiten sind auf der Website des Naturparks www.naturparkinfo.de unter der Rubrik „Stellenangebote“ aufgelistet. Die neuen Ranger werden den Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura für Einheimische und Gäste noch attraktiver machen und gleichzeitig für einen besseren Schutz von Natur und Landschaft sorgen. So stärkt die „Naturoffensive Bayern“ den Naturpark und fördert ein harmonisches Miteinander von Bewohnern und Besuchern, von Erholungsuchenden und Naturschützern, von Landbesitzern, Kommunen und Ämtern. Mehr Informationen: Geschäftsstelle Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura, Forchheimer Straße 1, 91278 Pottenstein, Tel. 09243/708 16 , E-Mail: poststelle@naturparkinfo.de   Text: Nikolai LöwenkampBild: Udo Schuster

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Kaniber schafft 15 neue Öko-Modellregionen in Bayern

(16. April 2019) München – Bayern baut seine Spitzenstellung im Öko-Landbau aus. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat das Landesprogramm zur Stärkung des regionalen Öko-Landbaus kräftig verstärkt. Künftig wird es in Bayern 15 neue staatlich anerkannte Öko-Modellregionen geben. „Ich möchte damit ein deutliches Zeichen setzen. Die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität ist äußerst wichtig“, erklärte Kaniber. Foto: Staatsministerin Michaela Kaniber (StMELF) Die 15 Regionen sind die Gewinner einer dritten Wettbewerbsrunde, bei der Kaniber zunächst sechs neue Modell-Regionen ausloben wollte. Das Interesse an dem Wettbewerb war aber so groß und die Bewerbungen so qualitativ hochwertig, dass die Ministerin nun 15 Regionen zu Öko-Modellregionen erklärt. Eine Jury, besetzt unter anderem mit Vertretern aus der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Landesvereinigung für den Ökologischen Landbau und des Bund Naturschutz, haben die Bewerbungen geprüft und diese 15 Regionen als gut geeignet bewertet. In den Öko-Modellregionen, die zur Optimierung des Volksbegehrens zur Artenvielfalt dienen, werden zukunftsfähige Projekte zur Entwicklung des ökologischen Landbaus umgesetzt, regionale Wertschöpfungsketten etabliert und das Bewusstsein der Bevölkerung für bioregionale Ernährung gestärkt. Erzeuger, Verarbeiter, Vermarkter und Konsumenten werden damit regional vernetzt. „Das Ganze funktioniert auf freiwilliger Basis und ohne gesetzliche Vorgaben“ betonte die Ministerin. „Ich will, dass die Menschen die Produkte der Landwirte in ihrer Heimat wieder schätzen lernen und sich bewusst werden, dass regionale Produktion die nachhaltigste ist“, sagte sie. Die Öko-Modellregionen werden vom Ministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten unterstützt. 75 Prozent der Kosten für die Projektleiter-Stelle vor Ort werden bezahlt, maximal bis zu 75.000 Euro im Jahr. Die Förderung läuft zwei Jahre, kann aber um weitere drei Jahre verlängert werden. Das Gesamt-Fördervolumen beläuft sich auf knapp 1,5 Millionen Euro im Jahr. Bislang gab es zwölf Öko-Modellregionen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Landesprogramms „BioRegio Bayern 2020“, mit dem die Staatsregierung seit 2012 den Ökolandbau in Bayern unterstützt. Mittlerweile hat sich die Staatsregierung in ihrem Koalitionsvertrag das Ziel gesetzt, mittelfristig die Ökofläche in Bayern zu verdoppeln. Derzeit bewirtschaften etwa 9.900 Ökobetriebe im Freistaat eine Fläche von über 350.000 Hektar.   Die 15 neuen Öko-Modellregionen: Fränkische Schweiz (Kommunen der Landkreise Bayreuth und Forchheim) Günztal (Kommunen der Lkr. Ostallgäu und Unterallgäu), Hochries-Kampenwand-Wendelstein (im Landkreis Rosenheim) Integrierte Ländlichen Entwicklung (ILE) IKom-Stiftland (im Landkreis Tirschenreuth) ILE Kulturraum Ampertal (im Lkr. Freising) ILE Passauer Oberland (im Lkr. Passau) Inn-Salzach (im Lkr. Altötting) Landkreis Ostallgäu Naturparkland Oberpfälzer Wald (im Lkr. Neustadt a.d. Waldnaab) Obermain-Jura (Kommunen der Lkr. Lichtenfels und Bamberg) Paartal (Lkr. Aichach-Friedberg) Pfaffenhofener Land (Lkr. Pfaffenhofen) Region Regensburg (Stadt und Landkreis) Siebenstern (im Lkr. Wunsiedel) Stadt.Land.Augsburg (Stadt und Landkreis).

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Kirschblüte im Naturpark

Mit etwa 200.000 Kirschbäumen verteilt auf 2.500 Hektar Anbaufläche zählt der Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura zu den größten geschlossenen Kirschenanbaugebieten in Deutschland und darüber hinaus. Jedes Jahr im April verwandelt sich die Landschaft rund um das Walberla in ein weißes Blütenmeer. Nach einem Blick auf das Blütenbarometer wissen Sie bestens Bescheid, wann ein Ausflug von Blüten oder duftenden Früchten begleitet wird. Um die Kirschblüte einmal in ihrer vollen Pracht zu erleben, müssen Sie sich nicht auf den langen Weg nach Japan machen. Atemberaubende Blütenlandschaften gibt es auch in Deutschland zu entdecken – genauer gesagt bei uns im Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura. Je nach Witterungsbedingung zeigen sich die schönen weißen Süßkirschenblüten Mitte/Ende April. Nach einer Reifezeit von etwa 60 Tagen können die süßen Früchte in der Regel im Juni geerntet werden. Damit Urlauber die Blütezeit genau mitverfolgen können, haben wir uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen: das Blütenbarometer. Es zeigt tagesaktuell an, in welchem Stadium sich die Blüte befindet. Sind die Knospen schon aufgegangen? Oder kann man die süßen Früchte schon von den Bäumen pflücken? Wenn auch Sie das frühlingshafte Naturschauspiel bei einer Wanderung erleben möchten, unternehmen Sie doch einen Ausflug auf dem Pretzfelder Kirschenlehrpfad. Auf etwa neun Kilometern entlang unzähliger Kirschbäume vermitteln insgesamt 15 Schautafeln Wissenswertes zu den Themen Kirschenanbau, Natur und Geschichte. So zum Beispiel, dass viele der Streuobstwiesen-Besitzer ihre Früchte gleich nach der Ernte nicht nur zu leckeren Marmeladen und Süßspeisen, sondern in den eigenen kleinen Brennereien auch zu edlen Destillaten verarbeiten. Schnaps, Geist und Brand werden dann oft direkt am Hof an Besucher und Händler verkauft. Diese Frische schmeckt man; nicht umsonst gelten die Selbstgebrannten aus unserem Naturpark als besonders rund im Geschmack. Feiern Sie mit uns die kleine rote Powerfrucht – zum Beispiel auf dem Walberlafest oder dem Pretzfelder Kirschenfest, auf dem auch unsere Kirschenkönigin, die Repräsentantin unseres Süßkirschenanbaugebiets, vor Ort sein wird.

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Märzenbecher bei Algersdorf - Waldbesitzerwechsel

Bereits 1949 wurde das Waldstück mit den Märzenbechern bei Algersdorf vom damaligen Hersbrucker Landrat unter besonderen Schutz gestellt. Die Algersdorfer Familie Zagel, in deren Besitz das Waldstück seit Generationen bis vor kurzem lag, hatte immer ein Auge auf diese Naturschönheit. Dies wurde durch die schonende Holzernte immer wieder verdeutlicht. Wenn es in einem Jahr zu nass war dann überließen sie den Wald vollständig der Natur. Das schätzten auch die Forstleute vom Hersbrucker Forstamt welche für die Privatwälder zuständig sind. Nun hatten sich die Eigentümer dazu entschlossen das Waldstück, welches unbedingt so erhalten bleiben sollte, an das Naturschutzzentrum Wengleinpark zu verkaufen. Die Betreuung des Märzenbecherwaldes bleibt beim Naturschutzzentrum mit ihrem Vorsitzenden Karl Heinlein, die Fläche - rund eineinhalb Hektar - selbst geht jedoch in das Eigentum des Bund Naturschutz über. Insgesamt beträgt die erworbene Wald- und Wiesenfläche 3,5 Hektar. Über den Bayerischen Naturschutzfond  wird das Projekt unter dem Namen Albtraufwälder gefördert. Hierzu ist auch geplant Maßnahmen zur Besucherlenkung umzusetzen. Das Waldstück wird der Natur selbst überlassen. Totholz verbleibt als Lebensraum für andere Tierarten wie beispielsweise die unterschiedlichen Fledermausarten welche sich dort in abgestorbenen Bäumen wohlfühlen. Die Naturschutzbehörde des Landratsamtes steht dem Projekt positiv gegenüber. Der Vorsitzende des Landschaftspflegevereins, Karl Rauenbusch, freut sich das Besucher auch in Zukunft nicht ausgesperrt werden, sondern es soll hier versucht werden über einen Stichweg auf der Hangunterseite den Interessieren mit Infotafeln naturnahes Wissen zu vermitteln. Wegen der Verkehrssichungspflicht wird es keinen Pfad durch den Wald geben.   Bild: Bei einer vor Ort Besprechung von links; Bürgermeister aus Kirchensittenbach Klaus Albrecht, Vorsitzender Naturschutzzentrum Wengleinpark, Karl Heinlein, Vorsitzender FAV Ortsgruppe Hersbruck, Hans Treuheit, Förster vom Naturschutzzentrum, Burkhard Reuter. Nun bedarf es noch einer Abstimmung mit dem Naturparkverein Fränkische Schweiz-Frankenjura und der Naturschutzbehörde im Landkreis. Danach ist der Fränkische Albverein (FAV) zusammen mit dem Bürgermeister der Gemeinde Kirchensittenbach, Klaus Albrecht, gefragt um ein einvernehmliches Wanderwege Konzept zu erarbeiten welches auch den Gebirgsweg einschließt sowie das gesamte Kirchensittenbacher Wanderwegenetz betrifft. Fest steht jetzt schon das im Laufe des Jahres die Trasse des Fränkischen Gebirgsweges am Märzenbecherwald leicht verändert wird.  Vielleicht kann man mit Fichtenstangen den Wanderpfad deutlicher begrenzen, meint Hans Treuheit von der FAV Ortsgruppe Herbruck. Schön wäre es auch wenn Mitglieder der nahen FAV Ortsgruppen durch Naturschutzstreifen während der Blütezeit ein Auge auf den Märzenbecherwald hätten, so wie dies in früheren Jahren regelmäßig durch die Bergwacht geschah. Die ersten Frühlingsboten in der Pflanzenwelt sind neben Krokus und Schneeglöckchen auch die seltenen und unter Naturschutz stehenden Märzenbecher. Im nördlichen Nürnberger Land findet man den sogenannten Märzenbecherwald bei Algersdorf, ein Ortsteil der Gemeinde Kirchensittenbach. Auch der Fränkische Gebirgsweg, als Weitwanderweg, führt direkt daran vorbei. Während der Blütezeit, meist im März bis Anfang April, findet dort eine Art Völkerwanderung mit vielen Naturbegeisterten und Fotografen statt. Die allermeisten Wanderer und Spaziergänger halten sich zwar an das Betretungsverbot dieser streng geschützten Naturfläche, jedoch einige unbelehrbare Naturliebhaber trampeln ungeachtet einzelner Pflanzen in dem Hangwald herum um möglichst nahe an diese seltenen weißen Blüten heran zu kommen. Wegen ihrer Blütezeit und der Form der Blüten nannte man sie Märzenbecher. Die Pflanzen brauchen mehr als nur Feuchtigkeit und einen mineralstoffhaltigen Boden um zu bestehen. Die Voraussetzungen sind bei diesem flächenhaften Naturdenkmal bei Algersdorf optimal gegeben.     Bild & Text: Udo Schuster  

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"Den Naturpark bekannter machen"

"Den Naturpark bekannter machen" Geschäftsführer Wolfgang Geißner hat zwei neue Mitarbeiter: Michaela Wölfel und Christoph Hurnik - Neue Geschäftsstelle in Sicht. Pottenstein. Von Klaus Altmann-Dangelat und Udo Güldner Das Jubiläumsjahr des Naturparks, der vor einem halben Jahrhundert gegründet worden ist, neigt sich seinem Ende zu. Im Jahr des 50. Geburtstages gab es neben der Umbenennung in "Naturpark Fränkische Schweiz-Frankenjura" viele gute Nachrichten, vor allem in finanzieller Hinsicht. Für Geschäftsführer Wolfgang Geißner, der 22 Jahre lang für den Naturpark tätig ist, gibt es endlich personelle Verstärkung. Geißner wird noch zwei Jahre im Amt sein. Dann soll sich der 36-jährige Christoph Hurnik eingearbeitet werden, um die extrem vielfältigen Aufgaben im Naturpark weiterführen zu können. Der in Effeltrich gelernte Landschaftsgärtner kann (nach einem Studium zum Umwelt-Ingenieur in Weihenstephan-Triesdorf und Tätigkeiten in der Unteren Naturschutzbehörde in Ebermannstadt) bereits umfangreiche Kenntnisse vorweisen."Ich habe mich um Bauangelegenheiten, die Heckenpflege, Landschaftsschutzgebiete und die Fragen der Aufforstung und Rodung gekümmert", so Hurnik, der aus Lüneburg stammt, aber seit 26 Jahren in Walberla-Nähe mit einer kleinen Firma Vorgärten und Außenanlagen "grün statt grau" gestaltet. Vermarktung der Produkte der Region geplant Für den Naturpark hat er bereits an der Vorbereitung der Jubiläumsausstellung mitgearbeitet. Hurnik will sich im kommenden Jahr an die Umsetzung einer Idee von Wolfgang Geißner machen: Es geht um die Vermarktung der Produkte der Region. "Es soll kein Buch werden, wir stellen uns eher ein Faltblatt vor, auf dem die Informationen zu finden sind." Hurnik will sich auch dem Projekt Öko-Modellregion widmen. Geißners Stellvertreter wird sich ab Mitte des Jahres auch mit den neu einzustellenden Naturpark-Rangern befassen. Bei einer Fachtagung in München wurde über dieses gesprochen. "Dort wurde uns die ersten Erfahrungen in anderen Naturparks berichtet." Hurnik befasst sich auch jetzt schon mit dem geplanten Umzug innerhalb von Pottenstein in die Magerscheune. "Dazu finden bald die ersten Gespräche statt." Wegen der Gestaltung des neuen Infozentrums soll eine Studie angefertigt werden, "die wohl im Herbst fertig sein soll". Michaela Wölfel ist ausgebildete Erzieherin, Naturpädagogin sowie Natur- und Landschaftsführerin. Sie ist die Assistentin der Geschäftsführung tätig, wenn sie nicht ihrem Ehemann Jürgen in dessen Zimmerei in Obertrubach hilft. Sie will die Wahrnehmbarkeit des Naturparks in der Öffentlichkeit verbessern und dafür speziell Kindergärten und Schulen ansprechen. "Den ganz Kleinen muss man zeigen, welche Naturschönheiten wir um uns herumhaben, die es zu erhalten gilt." Schließlich häufen sich hier im Norden Bayerns die Biotope und Geotope, wohl wegen der doch sehr kleinteiligen Landschaft. So bieten die Felsüberhänge einen Lebensraum, in deren Wind- und Lichtschatten sich seltene Pflanzen wie das Scharfkraut ansiedeln. "Das sieht nicht sehr spektakulär aus, ist es aber." Wölfel, die in Pegnitz geboren wurde und bereits in Soranger gelebt hat, möchte sogenannte naturpädagogischen Projekte ins Leben rufen. Um die Kinder für ihre Umgebung zu sensibilisieren - und um den Naturpark bekannter zu machen. "Denn eines ist klar, über die Kinder erreicht man auch die Eltern, die sich dann mit der Natur und die Heimat auseinandersetzen." Der Naturpark kann sich, so Geißner, aber auch weiterhin auf die ehrenamtlichen Mitarbeiter wie beispielsweise Dieter Preu aus Neunkirchen, verlassen. Der Mitbegründer des Naturparks hat sich einen Ruf als Fachmann für Höhle und Karst erarbeitet und ärgert sich besonders über all die, "die in Höhleneingängen feiern und ihrem Urtrieb frönen und Feuer machen." Damit schade man aber der Tier- und Pflanzenwelt und verschandele die Sehenswürdigkeit. Mit den Sportkletterern hingegen hat man sich auf Felssperrungen verständigt, damit im Frühjahr die Uhus und Wanderfalken in aller Ruhe ihren Nachwuchs ausbrüten können und man ihnen nicht ständig ins Nest schaut.

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