Dieser Themenweg gibt kurze Einblicke in die sehr lange Phase menschlicher Besiedlung der oberfränkischen Kulturlandschaft von der Steinzeit bis heute.
Der 8,4 km lange Weg durch die Siedlungsgeschichte verbindet Amlingstadt mit Litzendorf und hat in Roßdorf am Forst Anschluss an 2 weitere Themenwege, den 13 Brauereienweg und den Alten Roßdorfer Stadtweg. Darüber hinaus kreuzt er 1-mal in Roßdorf am Forst und 1-mal bei Geisfeld die Strullendorfer Bierkellerrunde, einen auch für Fußgänger attraktiven familienfreundlichen Radwanderweg (ca. 17 km), an dessen Strecke 15 Brauereien und Bierkeller zum Besuch einladen.
Der Weg durch die Siedlungsgeschichte verläuft abseits vielbefahrener Straßen über einen Gemeindeverbindungsweg, Feldwege (zum Teil geschottert, sonst Beton oder Asphalt) sowie einen Radweg und ist deshalb auch für Fahrradfahrer geeignet.
Informationen am Wege:
Kirche in Amlingstadt - Grabungen belegen, dass die Vorgängerbauten der heutigen Kirche in Amlingstadt bis in die Karolingerzeit um 800 nach Christus zurückgehen. In dieser Zeit fand die Missionierung der an Regnitz und Main ansässigen Slawen statt. Die spätgotische Kirche wurde zwischen 1420 und 1442 erbaut. Nach Zerstörung im 30-jährigen Krieg erfolgten nach 1644 der Wiederaufbau und die barocke Ausgestaltung.
Alte Heerstraße - Der Straßenname geht auf die alte Heerstraße zurück, die schon in der Karolingerzeit von Forchheim über Seußling, Amlingstadt, Roßdorf und Geisfeld nach Scheßlitz führte. Auf diesen Heerstraßen standen Reisende unter dem Land- oder Königsfrieden. Der Landesherr hatte für die Sicherheit zu sorgen. Altstraßen befanden sich in der Karolingerzeit zunehmend im Tal, während die Höhenwege lange Bedeutung hatten, um Zollstellen und starke Befestigungen zu umgehen.
Martern am Kirchweg - Mehrere Martern und eine Flurkapelle finden sich am Kirchweg von Roßdorf am Forst nach Amlingstadt. Rechts steht eine aus Sandstein gefertigte Renaissance Marter wohl aus dem 16. Jh., daneben der Sockel einer weiteren Marter. Die Flurkapelle links wurde 1891 von Georg Pfister aus Roßdorf auf Grund eines Gelübdes errichtet. Am Ortsrand von Amlingstadt steht eine Barockmarter aus Sandstein mit umrahmtem Doppelkreuz (gegenüber Wegkreuz). Der Stein direkt daneben ist der Rest einer alten Marter.
Roßdorfer Keller - Um Bier länger haltbar zu machen, wurde es ab dem 16. Jahrhundert in Felsenkellern gelagert und mit Eis gekühlt. Um 1800 entstanden in Franken sogenannte Sommerkeller. Diese wurden meist über den bestehenden Felsenkellern der Brauereien angelegt. Über dem Eingang zum Bierkeller wurde ein Kellerhaus errichtet. Das Kellerhaus in Roßdorf wurde 1913-14 erbaut und steht unter Denkmalschutz.
Wüstung „Altenhof“ - Dieses Areal war insbesondere im Mittelalter besiedelt. Durch Scherbenfunde ist eine Zeitspanne vom 08.-10. Jh. belegt. Bis 1250 stand hier noch eine Hofruine. Die Wüstung Altenhof lag an einem wichtigen Grenzpunkt. Hier berührten sich die Grenzen der Pfleg Giech mit der Zent Memmelsdorf und dem Forstbezirk Hauptsmoor. In der näheren Umgebung wurden auch Hinweise auf eine Besiedlung bereits in der Steinzeit gefunden.
Auf dem Schlossberg, direkt oberhalb von Geisfeld, ist heute noch eine vermutlich im 8. Jh. errichtete Ringwallanlage zu erkennen. Der karolingisch-ottonische Ringwall besitzt auf der Bergseite eine Höhe von 5,5m von der Wallkrone zum einstigen Graben.
Magdalenenkapelle - Von Johann Sauer aus Geisfeld auf dem Käppeleacker errichtete und 1888 geweihte kleine Feldkapelle. Die Flurbezeichnung Käppeleacker läßt auf ein ähnliches Vorgängerbauwerk schließen. Ursprünglich war die Kapelle mit einer Magdalenenstatue ausgestattet (Holzschnitzarbeit aus dem Grödnertal), die jedoch 1968 gestohlen wurde.
Pfarrer-Ultsch-Brunnen - Etwas abseits des Radweges gelegene eisenhaltige Quelle, die der ehemalige Geisfelder Pfarrer Ultsch 1936 fassen ließ. Heute befindet sich an dieser Stelle wieder eine natürliche Quelle. Der hier anstehende eisenhaltige Doggersandstein ist Ursache für die rotbraune Farbe des Wassers.
Frühkeltische Hügelgräber - Hinter Geisfeld, am Waldrand in Richtung Litzendorf, befindet sich eine Gruppe frühkeltischer Hügelgräber. Die ca. 33 noch vorhandenen historischen Grabhügel liegen im Wald. 6 Nachbauten befinden sich auf einer Wiese vor dem Waldrand und verdeutlichen ursprüngliche Ausgestaltung und Größe der Grabhügel. Der Durchmesser der Grabhügel konnte in Abhängigkeit von der sozialen Stellung des Verstorbenen bis zu 25m betragen. Bei Ausgrabungen im 19. Jh. wurde Material aus Bronze- und früher Eisenzeit geborgen.
Martern in Naisa - Die beiden Barockmartern aus Sandstein tragen die Jahreszahlen 1703 bzw. 1742 und flankieren das 1997 neu eingeweihte Dorfkreuz. Sie standen früher unter der Dorflinde. Der Name Naisa, erstmalig als Neysen erwähnt, geht auf slawische Wurzeln zurück. Nicht weit entfernt steht die wohl älteste Marter Frankens an der Einmündung des Kaywegs in die Hauptstraße, die die Jahreszahl MCCCL (1350) trägt.
Kirche „St. Wenzeslaus“ - Die Kirche wurde – an der Stelle von 2 Vorgängerbauten - nach Plänen des Barock-Baumeisters Johann Dientzenhofer zwischen 1715 und 1718 errichtet. Über dem Haupteingang ist das Wappen des Fürstbischofs Franz von Schönborn angebracht Der Hochaltar und die beiden Seitenaltäre wurden 1720 bis 1723 eingebaut. Mit dem Einbau der beiden Reliefs an der Südfassade (1723 Ölberg und 1734 Abnahme Christi vom Kreuz) wurde die Bauphase beendet.
Parkplätze:
- in Litzendorf am Seniorenheim, Pfarrer-Josef-Panzer-Straße
Anbindung an öffentlichen Nahverkehr:
- Litzendorf: Haltestellen der Linien 970, 972, 976 - Roßdorf und Geisfeld: Linie 970 (an Werktagen), Freizeitlinie 977 (an Sonn- undFeiertagen v. 01.05.-01.11)
-
Aufstieg: 115 hm
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Abstieg: 92 hm
-
Länge der Tour: 8,4 km
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Höchster Punkt: 343 m
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Differenz: 67 hm
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Niedrigster Punkt: 276 m
Difficulty
very easy
Panoramic view
moderate
Saisonale Eignung
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Features trail
Culture
Rest point
Family suitability
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Schmückzeit 2026: 27.03.-19.04.2026
Amlingstadt, St. Ägidiusplatz 1, 96129 Strullendorf
Seit über 47 Jahren wird der Brunnen vor der Pfarrkirche St. Ägidius in Amlingstadt als Osterbrunnen geschmückt.
ca. 0,0 km entfernt
Pfarrbüro geöffnet Dienstag und Donnerstag von 9:00 - 11:00 Uhr
Amlingstadt, St.-Ägidius-Platz 1, 96129 Strullendorf
Die Pfarrkirche St. Ägidius geht auf eine Gründung Karls des Großen (814) zurück; der jetzige Bau wurde um 1430 errichtet. Im 30-jährigen Krieg wurde die Kirche 1631 von den Schweden bis auf die Mauern abgebrannt. 1640 wurde sie wieder aufgebaut.
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Geöffnet für Gruppen nach telefonischer Vereinbarung und für Konzertbesucher zu den Konzertzeiten.
Zur Schleifmühle 4, Wernsdorf, 96129 Strullendorf
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Dorfstraße / Ecke Sutte, 96129 Strullendorf
In Roßdorf am Forst, einem charmanten Ortsteil von Strullendorf, wird der Dorfbrunnen jedes Jahr zur Osterzeit in ein kleines Kunstwerk verwandelt.
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Öffnungszeiten Pfarrbüro: Mittwoch + Donnerstag 9:00 - 11:30 Uhr
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Leesten, Neuwiesenstraße 7, 96129 Strullendorf
Jedes Jahr zur Osterzeit verwandelt sich der Brunnen in Leesten, einem Ortsteil von Strullendorf, in ein farbenfrohes Kunstwerk.
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Forchheimer Straße 32, 96129 Strullendorf
In der oberfränkischen Gemeinde Strullendorf, des Landkreises Bamberg im Freistaat Bayern. In Strullendorf leben 7.956 Einwohner (31.12.2015) in der insgesamt viertgrößten Gemeinde des Landkreises. Vor den Toren der Weltkulturerbestadt Bamberg wohnen die Menschen auf einer Fläche von 31,7 km² in acht Strullendorfer Gemeindeteilen.
7956 Einwohner 31.69 km²
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Mo.+ Di. 08:00-12:00 Uhr | 13:30-15:30 Uhr
Mi. + Fr. 08:00-12:00 Uhr
Do. 08:00-12:00 Uhr | 16:00-18:00 Uhr
Forchheimer Straße 32, 96129 Strullendorf
Die Toiletten im Strullendorfer Rathaus sind während der regulären Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit zugänglich.
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Schmückzeiten 2026: 29.03.-12.04.2026
Forchheimer Straße 32, 96129 Strullendorf
Direkt vor dem Strullendorfer Rathaus steht der moderne Osterbrunnen.
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Gottesdienste in St. Laurentius
Mittwochs (1. Mittwoch nach Ostern bis einschl. Nov.)
18.00 Rosenkranz
18.30 Eucharistiefeier
Bamberger Straße 2, 96129 Strullendorf
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die Kirche ist tagsüber geöffnet
Geisfeld, Magdalenenstraße 18, 96129 Strullendorf
Die moderne Kirche mit Zeltdach wurde 1972 geweiht. Der Turm der alten Barockkirche von 1719 ist erhalten.
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Schmückzeiten 2026: 29.03.-19.04.2026
Geisfeld, Magdalenenstraße 18, 96129 Strullendorf
Jedes Jahr zur Osterzeit wird der Brunnen in Geisfeld, einem idyllischen Ortsteil von Strullendorf, festlich geschmückt.
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