Hoch über dem Markt Heiligenstadt i.Ofr. in der Fränkischen Schweiz erstrahlt Schloss Greifenstein.

Auch heute noch ist Schloss Greifenstein eine in den Himmel ragende Sehenswürdigkeit, die, idyllisch über dem Weiler Neumühle bei Heiligenstadt residierend, von fast allen hochgelegenen Aussichtspunkten der Fränkischen Schweiz aus, mit seinem typisch weißen Anstrich gesehen werden kann. Und natürlich ist Schloss Greifenstein noch immer eine der markantesten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Fränkischen Schweiz, dem Land der Höhlen, Mühlen und Burgen. Greifenstein sieht man es nicht an, dass es schon eine über 800-jährige Geschichte auf dem Buckel hat.

Erstmals erwähnt wird der Name Greifenstein 1172. "Eberhardus custos de Grifenstein" war seinerzeit Geistlicher am Domstift Bamberg und stammte aus dem Geschlecht der Schlüsselberger - dem mächtigsten Adelsgeschlecht der Fränkischen Schweiz, dessen berühmtester Sohn Konrad II. Städtegründer in Waischenfeld (1315) und Ebermannstadt (1323) war. Ihm zu Ehren feiert übrigens die Fränkische Schweiz 1997 seinen 650. Todestag mit zahlreichen Festveranstaltungen in der gesamten "Fränkischen". Eberhard de Grifenstein baute auch um 1219 die Waischenfelder Schlüsselburg (oberhalb der Pulvermühle) und nannte sich nach ihr. Er gilt deshalb auch als erster nachweisbarer Schlüsselberger.

Um 1280 erwarben die Herren von Streitberg Anteile an Greifenstein, 60 Jahre später erwarb der Bamberger Bischof Leupold dieses Anteile zur Sicherung des Bistumsgebietes und belehnte die Streitberger damit. Die Streitberger Ritter saßen bis 1690 auf der Burg und mussten mit ansehen wie ihre Festung im Bauernkrieg 1525 zerstört und geplündert wurde. Als ihr Geschlecht ausstarb war Sebastian Schenk von Stauffenberg Fürstbischof von Bamberg. Dieser kaufte die zur Halbruine verkommene Burg und baute sie zum Jagdschloss um. Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Schloss unter Leitung des Architekten Leonhard Dientzenhofer barockisiert. Die Grafen von Stauffenberg sind seither im Besitz von Schloss Greifenstein, der Stammsitz des Geschlechts liegt allerdings in der Nähe von Hechingen in württembergisch Schwaben.

Besondere Bedeutung errang der Name Stauffenberg während der Naziherrschaft. Der Neffe des damaligen Burgbesitzers, Claus Schenk von Stauffenberg verübte am 20. Juli 1944 das misslungene Attentat auf Hitler. Daraufhin wurden alle Familienmitglieder in Sippenhaft genommen, die Burg konfisziert. Die Absicht fanatischer Nazis, die Burg zu verbrennen, konnte dank des Eingreifens des Nürnberger Polizeichefs Dr. Martin allerdings verhindert werden.

Zum Schloss Greifenstein, gelangt man durch eine über 300 Jahre alte Lindenallee. Über eine Steinbrücke, die die frühere Zugbrücke ersetzt, gelangt man durch einen 13 Meter tiefen, gewölbten Torbau in den Burghof. Wehrgänge mit Zinnen schmücken den Vorhof, der Burghof wird von altersgrauen Wohngebäuden umschlossen. In einer Ecke steht der 90 Meter tiefe Brunnen, an der Westseite ist die Burgkapelle aus dem 17. Jahrhundert eingebaut. Über dem Südflügel des Schlosses erhebt sich der zweigeschossige runde Marienturm.

Das Innere der Burg gleicht einem Museum mit Inventar und Kunstgegenständen alter Zeit. Die hellen Korridore sind mit zahlreichen Jagdtrophäen geschmückt; allein die Hirschgeweihsammlung besteht aus 61 prachtvollen Geweihen; die dazugehörigen Tierköpfe wurden zwischen 1690 und 1847 kunstvoll geschnitzt. Im großen holzvertäfelte Festsaal dominiert ein riesiger Lüster, im Fußboden ist das kunstvoll eingelegte gräfliche Wappen der Stauffenberger zu sehen. Prachtvolle alte, geschnitzte Truhen und Schränke, einen davon wollte angeblich ein Amerikaner für eine Million Mark kaufen; alte Stiche und Gemälde, wertvolles, wappenverziertes Porzellan, schmücken die Gemächer des Schlosses. Berühmt ist die Waffensammlung, die von mittelalterlichen Ritterrüstungen über Türkensäbel aus dem Bauernkrieg, bis hin zu Exponaten des zweiten Weltkrieges reicht. Neben einer reichhaltigen Bibliothek mit zahlreichen persönlichen Erinnerungsstücken bekannter Persönlichkeiten vermittelt die Ahnengalerie einen guten Einblick in dieses schwäbische Uradelsgeschlecht.

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