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Reimehof

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01/15 Der Reimehof © Reimehof.de

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02/15 Der Ziegenbert vom Reimehof hat ein mildes Aroma © Reimehof.de

 - NP Corinna Brauer

03/15 Blick in den Stall © NP Corinna Brauer

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04/15 Hier gibts nichts zu meckern © NP Corinna Brauer

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05/15 Im großen Laufstall haben die Ziegen viel Platz © NP Corinna Brauer

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06/15 Im Ziegenstall © NP Corinna Brauer

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07/15 In der hofeigenen Molkerei © Reimehof.de

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08/15 Rund um den Hof gibt es herrliche Weiden © Reimehof.de

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09/15 Wir warten aufs Leckerli © NP Corinna Brauer

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10/15 ZicknBlues heisst ein milder Blauschimmelkäse © Reimehof.de

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11/15 ZicknRoll - gereifter Ziegenkäse im Edelschimmelmantel © Reimehof.de

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12/15 Ziegen lieben Ziegenregale © NP Corinna Brauer

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13/15 Auf dem Melkstand werden die Ziegen gemolken © NP Corinna Brauer

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14/15 Besuch bei den Zicklein © NP Corinna Brauer

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15/15 Das Heu schmeckt © NP Corinna Brauer

Hier ist der Käse auch ein Stück Naturschutz.

Die wichtigsten Mitarbeiterinnen auf dem Reimehof heißen Hanni und Nanni, Jorinde oder Heidi. Ein leises Meckern ist zu hören, als wir den Stall betreten. Neugierig strecken die Ziegen ihre Köpfe durch das Fressgitter. „Die Art wie wir die Ziegen halten, ist wirklich einzigartig“, lacht Andrea Spoerry-Bonn.

Die gebürtige Schweizerin leitet den Reimehof seit dem Jahr 2018. Nach einem Politikstudium in Lausanne, zog es sie für eine Auszeit auf eine Ziegenalm – die Initialzündung für ihre berufliche Neuorientierung. Ein Fachholschulstudium in Eberswalde ergänzte ihr praktisches Wissen. Dann fand Andrea den Reimehof und zog in die Hersbrucker Schweiz.

Hier lebt sie mit rund 80 verschiedenen Ziegen. Die Rassen sind bunt gemischt: Thüringer Waldziegen, Toggenburger sowie weiße und braune Edelziegen wurden miteinander gekreuzt. Bewusst setzt man am Reimehof auf Ziegen mit Hörnern. Sie haben im großen Laufstall auch genug Platz, um ihre Rangkämpfe auszutragen – auf einer dicken Strohschicht, mit vielen Angeboten zum Hochspringen und Klettern.

Warum ausgerechnet Ziegen?

Warum es ausgerechnet Ziegen geworden sind? „Kühe waren mir einfach zu groß“, erzählt Tanja Beyer. Sie ist die Gründerin des Reimehofs und nutzte im Jahr 2003 die Chance, als das ehemalige Landgasthaus Reimehof zu versteigern war. Sie hauchte dem in die Jahre gekommenen Gebäude neues Leben ein, indem sie nach und nach einen Ziegenhof mit Direktvermarktung aufbaute. Die nötige Erfahrung hatte sie während ihrer Anstellung auf dem nahe gelegenen Münzinghof gesammelt. Dank einer Hofgemeinschaft aus LandwirtInnen, KäserInnen und PraktikantInnen konnte das Projekt allmählich wachsen. „Wir investierten immer nur das, was wir auch verdient haben“, erzählt sie rückblickend.

Nach Bioland-Kriterien zertifiziert

Von Anfang setzte man am Reimehof auf ökologische Landwirtschaft. Rund ums Haus stehen mehrere Weiden zur Verfügung. Auch rund um die Burg Hohenstein und um Hormersdorf begegnet man den Ziegen vom Reimehof, wo sie sich aktiv am Naturschutz beteiligen und durch ihre Beweidung die Verbuschung im Zaum halten. Umweltschonend drängen sie dabei auch invasive Arten zurück, sodass die typische Kulturlandschaft erhalten bleibt und auf den Magerrasen wieder seltene Pflanzen gedeihen können. Zum Beispiel die Türkenbundlilie.

„Ziegen sind ein besonderer Charakter und sehr wählerisch beim Futter“, erzählt Andrea Spoerry-Bonn. „Bei uns bekommen die Ziegen Grünfutter, Heu und Silage sowie gequetschtes Getreide, vor allem Hafer, den der Biolandwirt Jörg Schramm aus Vorra anliefert.“ Das Futter und die Haltung müssen gut sein, denn es spiegelt sich in der Milch und im Fleisch wieder. Daher sind die kräuterreichen Wiesen rund um den Hof genau richtig für die anspruchsvollen Hornträger.

Viel Aufwand für wenig Milch

Laufstall, Kletterregale, Weidegang … das klingt nach viel Aufwand für ein Stückchen Käse! Eine Ziege gibt nur ungefähr 2 Liter Milch am Tag. Was also macht die Ziegenmilch so besonders? Sie enthält viele ungesättigte Fettsäuren sowie sechs Vitamine: A, B1, B2, C, D und E. Dazu kommen noch Spurenelemente und Coenzyme. Ziegenmilch ist auch für Kleinkinder viel bekömmlicher als Kuhmilch. Und schon Paracelsus und Hildegard von Bingen nutzten die Ziegenmilch und ihre Molke zu Heilzwecken.

Acht verschiedene Käsesorten

Doch zurück zum Reimehof: Aus der Ziegenmilch stellt Käserin Nina acht verschiedene Sorten Käse her. Die hofeigene Molkerei ist nur einen Katzensprung vom Stall entfernt. Käse herzustellen bedeutet hier noch echte Handarbeit, bei der es auf Erfahrung und Sorgfalt ankommt. Nach dem Ansäuern und Einlaben muss der richtige Zeitpunkt gefunden werden, um den Käsebruch in die Formen abzuschöpfen. Nur dann kann ein Käse mit der richtigen Konsistenz und Geschmack entstehen. Bis der Käse zum würzigen Schnittkäse gereift ist, vergehen mehrere Monate.

Spezialitäten vom Reimehof heißen daher auch nicht einfach „Ziegenkäse“, sondern tragen Namen wie Zickenblues, Ziegenbert oder Zick´n`Roll. Natürlich gibt es Frischkäse aus reiner Ziegenmilch. Doch es gibt ihn auch als gereifte Variante mit Edelschimmelmantel, als Salatkäse Ziegos, als einen fein-würzigen Ziegencamembert oder gereiften Ziegenbutterkäse, der dank Bockshornkleesamen eine nussige Note erhält. Am liebsten mag Andrea Spoerry-Bonn den „Zickenblues“, einen gereiften Blauschimmelkäse, der in Holzasche gewendet wird „und einfach richtig schön cremig ist“.

Auch die Ziegen haben mal Urlaub

Von November bis Januar haben die Ziegen Melkpause, denn im Februar und März werden die neuen Zicklein geboren. Wer in dieser Zeit nicht auf Ziegenkäse verzichten will, greift am besten auf den gereiften Schnittkäse zurück.

Eine echte Spezialität: Weidezicklein

Im Frühjahr und im Herbst gibt es auf dem Reimehof eine weitere Spezialität: Fleisch vom Milch- oder Weidezicklein. Es gilt als gesündestes rotes Fleisch, denn es hat wenig Fett, viel Eiweiß und wenig Cholesterin, dazu viele Mineralstoffe und Vitamine. Doch die Nachfrage nach Ziegenfleisch ist vor allem in Deutschland sehr gering. Was schade ist, denn wenn die Nachfrage nach Ziegenkäse steigt – und eine Ziege gibt nun mal nur dann Milch, wenn sie Zicklein hat - stellt sich die Frage: wohin mit den männlichen Zicklein? Auf dem Reimehof leben sie auf sattgrünen Wiesen, bis sie auf dem Jurahof im nur 20 Kilometer entfernten Schmidtstadt geschlachtet werden.

Andrea Spoerry-Bonn schaut auf ihre Ziegenherde, die genussvoll am Grünfutter kaut: „Es ist eine gute Sache für die ich arbeite“, sagt sie „und da stehe ich voll dahinter“.

Produkte:

  • Fleisch vom Weide- oder Milchzicklein, grob zerlegt, auf Vorbestellung
  • Acht verschiedene Käsesorten
  • Joghurt, Lassi, Frischkäse

Besonderheiten:

  • Hof’o’mat – 24h Verkaufsautomat am Hof
  • Die Produkte vom Reimehof erhalten Sie auf folgenden Märkten:
    • Nürnberg-Zerzabelshof
    • Nürnberg-Erlenstegen
    • Hersbruck
    • Bayreuth Rotmaincenter

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Kontakt

Adresse

Reimehof Wallsdorf 1 91241 Kirchensittenbach Tel. +49 9152 9287963 info@reimehof.de http://www.reimehof.de
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Öffnungszeiten

Hof’o’mat – 24h Verkaufsautomat am Hof.Die Produkte vom Reimehof erhalten Sie auf folgenden Märkten: Nürnberg-Zerzabelshof // Nürnberg-Erlenstegen // Hersbruck // Bayreuth Rotmaincenter.

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