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Biohof Schmidt

Leutenbach, Mittelehrenbach 41

Frisches Obst nach Saison, sortenreine Brände und Geiste sowie Cidre aus Streuobst

Wenn Willibald Schmidt auf seiner Streuobstwiese unterwegs ist, dann kann es ihm schon mal passieren, dass er Tieren wie dem Grünspecht oder dem Wiedehopf begegnet. Die Bäume, die auf seinen Wiesen stehen, sind teilweise 100 Jahre alt. Sein Großvater hatte sie einst gepflanzt. Heute sind die alten Baumsenioren mit ihren Höhlen wichtige Nistplätze für Singvögel.

Willibald, Irmgard und Jochen Schmidt sind ganz auf Obstanbau eingestellt. Auf ihren Obstwiesen wachsen Äpfel, Kirschen, Zwetschgen, Mirabellen, Birnen, Quitten und Walnüsse. Viele alte Sorten sind dabei wie die Goldparmäne, Boskoop, Gravensteiner oder die Birne Mollebusch. 

Der Hof ist seit 1860 in Familienbesitz

Der Hof der Familie Schmidt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, seit dem Jahr 1860 ist er in Familienbesitz. Jede Generation veränderte den Hof etwas, baute an, kaufte Land dazu. Die größte Veränderung unternahm wohl Willibald Schmidt, als er sich im Jahr 1995 entschied, auf ökologische Landwirtschaft umzustellen und dem Bioland-Verband beizutreten: „Ich wollte es einfach mal probieren“, erzählt er.  

Kirschen sind empfindliche Früchte und haben viele Feinde

„Viele denken Obstanbau heißt pflanzen - warten – ernten. Aber dazwischen liegt viel Arbeit“, seufzt Willibald Schmidt und erzählt von seinen Kirschen. Kirschen sind empfindliche Früchte und haben viele Feinde, die im konventionellen Obstanbau mit Pestiziden behandelt werden. Die schlimmsten Feinde heißen Kirschfruchtfliege und Kirschessigfliege. Gegen einen Befall hat Willibald Schmidt als Biobauer nur wenige Waffen: Eine davon heißt Neem-Öl. Eine andere Möglichkeit ist es, mit Netzen den Boden abzudecken, damit die frisch geschlüpften Fliegen nicht vom Boden in die Baumkrone wandern. Das alles ist sehr aufwändig, teuer und nur begrenzt wirksam. Hat Willibald Schmidt seinen Bestand gegen die Schädlinge verteidigt, beginnt das Bangen um die Wetterlage. Denn wenn es viel regnet, nimmt die Kirsche so viel Wasser auf, bis sie platzt. Die Kirschenzeit ist für ihn ein ständiges Beobachten und Abwägen: Wann ist der beste Zeitpunkt, die Kirschbäume abzuernten? 

Kupfer, Steinmehl und Schwefel helfen im Bio-Obstanbau gegen Schädlinge

Auch seine anderen Obstbäume muss er gegen Schädlinge behandeln. Hier bleiben ihm als Biolandwirt natürliche Mittel wie Kupfer, Steinmehl und Elementarer Schwefel. Eine Menge Arbeit! Spiegeln sich die vielen Mühen im Preis wider, den der Biolandwirt vom Handel erhält? Willibald Schmidt will nicht über den Preis schimpfen, aber er sagt auch: „Ich will von meinem Produkt leben können, nicht von der Förderung“. 

Aus Mostäpfeln entsteht Cidre 

Jetzt im Oktober ist er gerade dabei die geernteten Äpfel zu sortieren. Dafür hat er sich extra eine Apfelsortiermaschine zugelegt „Wir leben hauptsächlich vom Tafelobst“, erzählt der Landwirt. Mit der Sortiermaschine kann er seine Ernte gut für den Handel vorbereiten: Die Äpfel werden vorsichtig auf ein Förderband gelegt und gelangen so zum Scanner, der sie nach Größen und Qualität sortiert. Ein letzter prüfender Blick kommt von Frau Irmgard und Sohn Jochen, während sie die sortierten Äpfel in Kisten verpacken. Was nicht in den Handel geht, wird nach Hessen gefahren. Dort haben die Schmidts eine Kelterei gefunden, die aus ihren Mostäpfeln Cidre herstellt. „Die können es einfach“, lacht er. Den Cidre gibt es in den Geschmacksrichtungen trocken und mild. 

„Wir haben uns bis jetzt immer durchgeboxt“

Juniorchef Jochen Schmidt tritt ganz in die Fußstapfen seines Vaters und wird den Biohof fortführen. Der Gärtnermeister mit Fachrichtung Obstbau verbrachte seine Wanderjahre am Bodensee und im Alten Land. Gemeinsam wollen Vater und Sohn möglichst viel Wertschöpfung vom eigenen Obstanbau generieren. Auch wenn das nicht immer einfach ist. „Wir haben uns bis jetzt immer durchgeboxt“, sagt Willi Schmidt. 

Familie Schmidt ist viel auf Märkten unterwegs. 

Einen Hofladen haben die Schmidts zwar nicht, erzählt seine Frau Irmgard, dafür sind sie jedoch viel auf Märkten in der Region unterwegs. Einige Stammkunden kommen auch direkt zum Hof, um das frische Saisonobst zu kaufen. Ein Anruf vorher genügt und Irmgard und Willi Schmidt stellen die Obstkiste bereit. Die Mühen des Bioanbaus haben sicher ihren Preis: Drei Euro für ein Kilo Äpfel sollte man schon einrechnen. 

Sortenreine Brände aus Raritäten in Bio-Qualität

Wer das Obst lieber in flüssiger Form mag, dem seien die Brände und Geiste aus dem Hause Schmidt empfohlen. Willi Schmidt gehörte zu den ersten vier Brennmeistern in der Region. Er hat ein Faible für sortenreine Brände. In seinem Online-Shop kann man Raritäten wie den Mollebusch-Birnenbrand, den Goldparmäne-Apfelbrand oder einen Brand von Santana-Äpfeln bestellen. Auch Mispeln, Zwetschgen und Haselnüsse verarbeitet Willibald Schmidt zu Hochprozentigem. 

Besonderheiten:

Das Obst vom Biohof können Sie in und auf folgenden Märkten kaufen: 

Produkte: 

  • Frische Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen, Mirabellen, Quitten nach Saison. Auch alte Sorten wie die Äpfel „Winterrambur“, „Goldparmäne“, „Ontario“ oder die süße Birne „Gräfin von Paris“
  • Apfelsaft in Bio-Qualität
  • Cidre mild und trocken in Bio-Qualität
  • Sortenreine Brände und Liköre in Bio-Qualität

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Ausstattung Lokales Unternehmen

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