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Demeter-Biohof Walz

Amberg, In der Schaeflohe 4

Urgetreide, Weiderinder, Masthähnchen und Bio-Eier

„Getreide ist für mich die Verbindung zwischen der Erde und dem Menschen“, erzählt Andreas Walz. Wenn er von seinen Feldfrüchten erzählt, dann gerät er ins Schwärmen. Er erzählt vom Sommeremmer, der im Wind wogt, vom Keltenweizen, der „ein genialer uralter Weizen“ ist und von Champagnerroggen, dessen Name an sanft geschwungene Felder im Norden Frankreichs erinnert.

Alte Getreidesorten sind das Steckenpferd der Familie Walz: bis zu 40 verschiedene Sorten bauen sie vor den Toren Ambergs an. Und nicht irgendwelche: Andreas Walz und seine Frau Michaela haben sich auf Urgetreide spezialisiert, also auf Getreide, das züchterisch nicht verändert wurde. „Ich kann zu jedem Getreide eine Geschichte erzählen“, schmunzelt er. Zum Beispiel zum Einkorn: „Das hatte schon Ötzi auf seinem Weg dabei.“ Andreas Walz liebt alte Geschichten und Legenden.

Alte Getreidesorten sind tolerant gegen Pilzerkrankungen 

Alte Getreidesorten erfahren vielerorts wieder eine Renaissance. Was viele Vorteile hat: Sorten wie Einkorn, Keltenweizen oder Champagnerroggen gedeihen auch auf nährstoffarmen Böden und sind weitgehend tolerant gegen Pilzerkrankungen. So brauchen sie kaum künstlichen Dünger oder Pflanzenschutzmittel. Ideal für die kargen Böden des Oberpfälzer Jura. Durch den mehrjährigen Anbau schont Urgetreide die Böden und trägt so zur ökologischen Vielfalt auf den Feldern bei. Bestimmte Getreidesorten wie Dinkel, Einkorn und Emmer sind außerdem fest in Spelzen eingehüllt und bleiben so vor schädlichen äußeren Einflüssen geschützt.

Gut für die Gesundheit: Alte Getreidesorten sind voller Vitamine

Auch für die Gesundheit spielen alte Getreidesorten eine wichtige Rolle: Sie enthalten mehr Vitamine wie B1, B2, B3, B6 sowie wichtige Spurenelemente und Mineralstoffe. Allerdings: Die Ernte bringt weniger Ertrag und macht den Anbau damit aufwändiger. Der höhere Arbeitsaufwand und die nötige Entspelzung machen sie teurer in der Anschaffung als herkömmliches Getreide.

„Wer Bio macht, muss konsequent sein“.

Doch das kann Andreas Walz nicht aufhalten. „Wer Bio macht, muss konsequent sein“, lacht der sympathische Landwirt. Seinen Betrieb stellte er schon im Jahr 2000 auf biologischen Anbau um. Im Jahr 2010 zogen die letzten Milchkühe aus und die Weiderinder ein. Ca. 40 Angusrinder stehen auf den Weiden rund um den Hof. Der im Mist enthaltene Kohlenstoff ist wichtig für die Bodenlebewesen. 

Aussaat nach dem Mondkalender

Bioanbau nach Demeter-Richtlinien bedeutet für Familie Walz auch: die Aussaat nach dem Mondkalender, das eigene Mahlen der Getreidekörner und die Aussaat des eigenen Saatguts. Gegen Unkraut geht er mit dem Hackstriegel vor. Weil solche Arbeitsgänge auch Stress für die Pflanzen bedeuten, begleitet er sein Getreide bis zum Juni und lässt es dann in Ruhe reifen.

Warum er sich auf Getreide spezialisierte? „Das älteste Gebet der Erde basiert auf Getreide und die Sesshaftigkeit des Menschen verdanken wir dem Getreide – Getreide ist lebenswichtig“, beschreibt Andreas Walz seine Motivation. 

Fast vergessene Getreidesorten und Handernte

Die Geschichte mit dem alten Getreide begann bei Familie Walz mit einem Artikel über ursprüngliche Getreidesorten, den das Ehepaar im Jahr 2002 zufällig las. Andreas Walz, ganz Mann der Tat, ließ sich Saatgutreserven aus Genbanken schicken und begann sie über mehrere Jahre zu vermehren. Eine harte Arbeit wie sich herausstellte, denn weil die speziellen Anbauflächen oft zu klein sind für einen Mähdrescher, erfolgt die Getreideernte per Hand. 

Andreas Walz baut 40 verschiedene Getreidesorten an

Unter den 40 Sorten, die Familie Walz anbaut, sind Kreuzritterweizen, Schwarzes Einkorn, Sommeremmer Spelta, Keltenweizen, Weißer Urdinkel, Champagnerroggen, und schwarze Linsen. Sorten, die teilweise über 2000 Jahre alt sind und schon längst in Vergessenheit geraten waren. Andreas Walz setzt auf alte Landsorten, die züchterisch nicht verändert wurden. „Unser Urdinkel ist garantiert frei von Weizeneinkreuzung!“ Was macht für ihn den Reiz dieser Arbeit aus? „Eine Roggenpflanze hat feinste Verwurzelungen von 60 bis 70 Kilometern. Das fasziniert mich.“ 

Helfer dank Solidarischer Landwirtschaft

Dank dem Modell der Solidarischen Landwirtschaft, finden sich mittlerweile genug Helfer, die bei der Handernte mitanpacken und so lernen, was es heißt, 3-4 Stunden in der Sommerhitze neues Saatgut zu gewinnen. Zwischen 100 und 150 Erntehelfer sind an dem Projekt beteiligt und unterstützen den Biohof Walz rund ums Jahr mit sogenannten Aktionstagen.

Eigene Hähnchenschlachtung

Auf dem Hof der Familie Walz haben auch rund 300 Hühner ein kleines Paradies gefunden. Michaela und Andreas Walz verfolgen das Konzept der Zweinutzungshühner. Das bedeutet: Die Legehennen leben hier deutlich länger. Üblich sind 1 Jahr. Das älteste Huhn auf dem Hof ist sieben Jahre alt. Die „Bruderküken“ der Legehennen zieht Andreas Walz als Masthähnchen auf. Zum Hof gehört auch eine eigene Geflügelschlachtung. Auch hier hilft das Modell der Solidarischen Landwirtschaft, um höhere Kosten auszugleichen.

Eine neu angelegte Streuobstwiese 

Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband hat Familie Walz außerdem eine Streuobstwiese angelegt. Seit drei Jahren tragen die Bäume und ihre Früchte werden im Hofladen verkauft. 

Die Spezialität auf dem Biohof Walz ist der Getreidereis. 

Apropos Hofladen - dafür hat sich das Ehepaar Walz einiges einfallen lassen. Ihr Hofladen gleicht einem Schatzkästchen voll mit außergewöhnlichen Getreidesorten. Die Vielfalt der Getreidekörner liest sich wie eine Speisekarte: Reis aus Urdinkel, Königsweizen und frisch gemahlenes Vollkornmehl aus Champagnerroggen lassen ahnen, welche ungeahnte Vielfalt im Getreide steckt.

Die Sorte „Schwarzes Einkorn“ ist besonders gut verträglich für Allergiker, weiß Michaela Walz und der Rotweizen, der durch eine dunkelrote Farbe seinen Namen bekam, eignet sich hervorragend zum Backen von Brot, Gebäck und Nudeln. 

Eine beachtliche Auswahl an Gemüse, Obst, Käse und Wurst ergänzen das Angebot – und natürlich die Eier aus den Strohnestern der glücklichen Hühner.

„Wir wollen Lebensmittel erzeugen und kein Viehfutter“, lacht Andreas Walz. Hinter ihm stehen seine Frau und die zwei Söhne, die auch schon im Betrieb mithelfen. Es scheint, dass seine Vision vom Bewahren der Getreideschätze aufgegangen ist.

Besonderheiten:

  • Das Getreide kann man auch im Online-Shop erwerben
  • Hofladen
  • Familie Walz bietet Hofführungen für bis zu 10 Personen an.

Produkte:

  • Getreidereis von alten Getreidesorten, die besonders gut verträglich sind und viele Vitamine besitzen, sind die Spezialität von Familie Walz
  • Wurst und Fleisch von den eigenen Angusrindern
  • Eier aus Strohnestern
  • Masthähnchen
  • Frisch gebackenes Brot aus Urgetreide
  • Obst von den Streuobstwiesen, Gemüse von befreundeten Biobauern
  • Käse und Milchprodukte

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